Die Fan-Zone wird eine Stehpartie
Da Tische, Stühle und Bänke festgeschraubt werden müssen, gibt es in Klagenfurt nichts zu sitzen.

Foto © AP/ArchivaufnahmeBei der WM 2006 in Deutschland (im Bild: Berlin). In Klagenfurt wird auch gestand werden
In den Fan-Zonen der Austragungsstätten der Fußball-EM 2008, Klagenfurt, Innsbruck, Salzburg und Wien, werden sich mehr Menschen tummeln als in den Stadien. Während die Besucher der Partien aber bequem sitzen können, wartet auf die restlichen Schlachtenbummler eine reine Stehpartie.
"Wurfgeschosse." Warum das so sein muss, erklärt der EM-Projektleiter für Sicherheit im Innenministerium, Günther Marek: "In den Fan-Zonen und allen Public-Viewing-Arenen müssen alle Tische, Stühle und Bänke am Boden angeschraubt sein, damit sie nicht als Wurfgeschosse verwendet werden können." Er hat auch ein Beispiel parat: "Bei einem Derby zwischen Austria Wien und Rapid im Horr-Stadion haben Besucher sogar die Bänke aus der Verankerung gerissen und auf die Polizei geschleudert."
Keine Aschenbecher und Gläser. Ebenso darf es keine Glas- oder Porzellan-Aschenbecher sowie Gläser geben." Vorschreiben kann Marek das den Austragungsorten nicht, aber "wir erklären, wie groß das Gefahrenpotential ist. Das Vorschreiben übernimmt die Veranstaltungsbehörde." In Klagenfurt muss sie nicht tätig werden.
Fans sollen stehen. "In unseren Fan-Zonen wird es weder Tische noch Stühle noch Bänke geben. Für die Fans ist das Stehen ganz normal", stellt Klagenfurts EM-Boss Arnulf Rainer fest, "nur die VIP-Bereiche in den Fan-Arenen sind bestuhlt. Für diese Bereiche werden extra Karten verkauft." Die Preise dafür stehen noch nicht fest.
Zutritt. Dafür ist klar definiert, wie viele Menschen in die Fan-Zonen am Messegelände und Neuen Platz dürfen. Auf der Messe sind es 22.000, auf dem Neuen Platz 6000. "Beide Orte sind von einem Zaun umgeben. Wer hinein will, muss keinen Eintritt zahlen, sich aber durchsuchen und zählen lassen. Sind die Bereich volle", berichtete Rainer. Er rechnet an den Spieltagen mit 100.000 Menschen, an den anderen Tagen mit 35.000. "Seit der WM in Deutschland hat das Public Viewing eine ganz neue Dimension erreicht. Da kommt einiges auf uns zu", meinte Marek. Klagenfurt hat sein Fan-Zonen-Konzept nun an die Uefa gesandt, die es an ihre Hauptsponsoren weiterleitet. Die haben nun ein paar Wochen Zeit für Rückmeldungen.





