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Zuletzt aktualisiert: 12.06.2007 um 15:52 Uhr

Hoteliervereinigung fordert durchdachtes Werbekonzept

Schellhorn warnt vor Imageschaden durch lancierte Klagen und abgeriegelte Stadteile. Wir brauchen die zusätzlichen Nächtigungen "wie die Butter aufs Brot", so Schellhorn.

Foto © GEPA

Der Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Sepp Schellhorn, kritisierte am Dienstag bei der Tourismus-Enquete, dass Österreich die Chance, sich als charmantes Gastland für die Fußball-EM 2008 zu präsentieren, nicht nutze. Es müsse "Schluss sein mit den Forderungen nach abgeriegelten Stadtteilen, Parks und Schengen-Grenzen". Auch bewusst lancierte Klagen über überfüllte Hotels seien kontraproduktiv.

Butter auf Brot. Österreichs Hotellerie brauche die prognostizierten 900.000 zusätzlichen Nächtigungen während der Europameisterschaft "wie die Butter aufs Brot", so Schellhorn in einer Aussendung. Wichtiger sei aber Österreich als Premium-Urlaubsdestination zu vermarkten.

Schellhorn plädierte insbesondere im Hinblick auf die enormen Einschaltquoten während der EM für ein durchdachtes Konzept für die Bewerbung Österreichs. "Wenn wir auch nur annähernd so viele Zuseher wie bei der EM 2004 in Portugal verzeichnen, sind das über 150 Millionen Zuseher pro Spiel, denen wir die Einzigartigkeit Österreichs vor Augen führen können, die Berge und die Städte, den unvergleichlichen Reichtum an Natur- und Kulturschönheiten. Für Pinguine in leeren Stadien ist da kein Platz", so Schellhorn.

Hohes Bettangebot. Klagen über überfüllte Hotels würden jeder Grundlage entbehren. "Davon kann keine Rede sein, Betten haben wir genug, da können Sie sich sicher sein. Hier versuchen findige Geschäftsleute, durch die Vermietung von Kleinstwohnungen ans große Geld zu kommen", warnte der ÖHV-Präsident. In einem Umkreis von etwa 25 Kilometern rund um Salzburg vervierfache sich das Bettenangebot der Landeshauptstadt noch einmal, in den anderen Austragungsorten sei die Situation ähnlich.


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