Hoteliervereinigung fordert durchdachtes Werbekonzept
Schellhorn warnt vor Imageschaden durch lancierte Klagen und abgeriegelte Stadteile. Wir brauchen die zusätzlichen Nächtigungen "wie die Butter aufs Brot", so Schellhorn.

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Der Präsident der Österreichischen
Hoteliervereinigung (ÖHV), Sepp Schellhorn, kritisierte am Dienstag
bei der Tourismus-Enquete, dass Österreich die Chance, sich als
charmantes Gastland für die Fußball-EM 2008 zu präsentieren, nicht
nutze. Es müsse "Schluss sein mit den Forderungen nach abgeriegelten
Stadtteilen, Parks und Schengen-Grenzen". Auch bewusst lancierte
Klagen über überfüllte Hotels seien kontraproduktiv.
Butter auf Brot. Österreichs Hotellerie brauche die prognostizierten 900.000
zusätzlichen Nächtigungen während der Europameisterschaft "wie die
Butter aufs Brot", so Schellhorn in einer Aussendung. Wichtiger sei
aber Österreich als Premium-Urlaubsdestination zu vermarkten.
Schellhorn plädierte insbesondere im Hinblick auf die enormen
Einschaltquoten während der EM für ein durchdachtes Konzept für die
Bewerbung Österreichs. "Wenn wir auch nur annähernd so viele Zuseher
wie bei der EM 2004 in Portugal verzeichnen, sind das über 150
Millionen Zuseher pro Spiel, denen wir die Einzigartigkeit
Österreichs vor Augen führen können, die Berge und die Städte, den
unvergleichlichen Reichtum an Natur- und Kulturschönheiten. Für
Pinguine in leeren Stadien ist da kein Platz", so Schellhorn.
Hohes Bettangebot. Klagen über überfüllte Hotels würden jeder Grundlage entbehren.
"Davon kann keine Rede sein, Betten haben wir genug, da können Sie
sich sicher sein. Hier versuchen findige Geschäftsleute, durch die
Vermietung von Kleinstwohnungen ans große Geld zu kommen", warnte der
ÖHV-Präsident. In einem Umkreis von etwa 25 Kilometern rund um
Salzburg vervierfache sich das Bettenangebot der Landeshauptstadt
noch einmal, in den anderen Austragungsorten sei die Situation
ähnlich.





