Regierung beschloss Sicherheitspaket zur EURO 2008
Präventive Festnahmen für Hooligans sind künftig möglich.

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Die Bundesregierung hat im Ministerrat am Mittwoch
ein Sicherheitspaket zur EURO 2008 verabschiedet. Künftig
wird es damit möglich, amtsbekannte Hooligans quasi präventiv
festzunehmen, wenn diese gegen eine neu eingeführte Meldeauflage
verstoßen. Wer als Gewalttäter in Stadien bekannt ist, muss sich vor
dem Match bei der Polizei melden, wo er eine Rechtsbelehrung bekommt
und am Zutritt zum Stadion gehindert wird. Taucht die Person
unentschuldigt nicht auf, kann sie festgenommen werden.
An der Wurzel. Geregelt ist das Vorhaben im Sicherheitspolizeigesetz (SPG), das
mit der von Innenminister Günther Platter im Ministerrat vorgelegten
Änderung novelliert wird. Vizekanzler Wilhelm Molterer sprach von
einem Rechtsrahmen für präventive Maßnahmen, der damit festgelegt
sei. "Wir dürfen nicht so lange warten, bis ein Problem entstanden
ist, sondern müssen das Problem an der Wurzel bekämpfen", meinte er
im Anschluss an den Ministerrat.
Meldeauflage. Wenn jemand binnen zwei Jahren vor dem betreffenden Spiel bei
Sportveranstaltungen einschlägig gewalttätiges Verhalten an den Tag
gelegt oder gegen ein Betretungsverbot verstoßen hat, fällt er unter
die neu eingeführte Meldeauflage. Folgt der potenzielle Randalierer
der "Einladung" nicht, sind Geldstrafen bis zu 360 Euro vorgesehen.
Im Wiederholungsfall droht eine Pönale von bis zu 1.500 Euro, im
Falle ihrer Uneinbringlichkeit eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei
Wochen. Außerdem können die Verdächtigen quasi präventiv festgenommen
werden.





