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  • 29. Juli 2014 18:57 Uhr | Als Startseite
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    Zuletzt aktualisiert: 30.06.2009 um 18:50 UhrKommentare

    Finanzdebakel in Tirol erfordert erneut Überprüfung von RH

    Nach dem Finanzloch von kolportierten 1,26 Millionen Euro, das die Fußball-EM bei den Tiroler Organisatoren hinterlassen hat, ist der Landesrechnungshof am Dienstag mit vertieften Überprüfungen beauftragt worden.

    Foto © GEPA

    "Ein Endbericht mit abschließendem Zahlenmaterial soll bis maximal Ende des Jahres vorliegen", sagte RH-Direktor Klaus Mayramhof der APA. Umstritten sei die Position des Geschäftsführers des Organisationskomitees für die Olympischen Weltjugend-Winterspiele 2012 in Innsbruck, Martin Schnitzer. Als Geschäftsstellenleiter des Host-City-Vereins bei der EURO 2008 soll er für das Defizit mitverantwortlich sein.

    Die Konsequenzen sind ganz klar. "Ich wünsche mir Martin Schnitzer nicht als Geschäftsführer der Weltjugend-Winterspiele", bekräftigte Wirtschaftslandesräten Patrizia Zoller-Frischauf (V). Über die neue Geschäftsführung solle jetzt mit der Stadt Innsbruck verhandelt werden. Zahlen werde das Finanzloch allerdings "natürlich der Steuerzahler", was ihr persönlich "sehr wehtue".

    "Definitiv". Dem gegenüber zeigte sich Schnitzer von seiner Position überzeugt. "Definitiv" werde er weiterhin Geschäftsführer der Weltjugend-Winterspiele 2012 bleiben, teilte er vor der Sitzung des Finanzkontrollausschusses gegenüber Journalisten mit.

    Unbekannte Täter. Inzwischen ist auch die Innsbrucker Staatsanwaltschaft in dieser Causa tätig. "Wir ermitteln gegen 'unbekannte Täter' wegen des Verdachts der Untreue", erklärte Staatsanwalt Hansjörg Mayr am Dienstag. Aufgrund der medialen Berichterstattung habe man die Ermittlungen aufgenommen und Mitte Juni den Bericht des Kontrollamtes der Stadt Innsbruck eingeholt.

    Umsetzung vorstellbar. "Ich kann mir eine Umbesetzung des bestehenden Personals durchaus vorstellen", meinte LHStv. Hannes Gschwentner (S), gleichzeitig auch Sportreferent des Landes. Schnitzer solle ein zweiter Geschäftsführer für die finanziellen Angelegenheiten zur Seite gestellt werden. Er könne weiterhin die protokollarischen Angelegenheiten übernehmen. Er allein könne aber nicht entscheiden.

    Innsbrucks Bürgermeisterin Hilde Zach ("Für Innsbruck") hatte bereits vor der Sitzung angekündigt, keine Stellungnahme zu Schnitzers Zukunft abzugeben. Nach dem Kontrollausschuss werde sie sich mit den Koalitionspartnern der Stadt, SPÖ und ÖVP, zusammensetzen. Danach werde man mit den Eigentümervertretern, der Wirtschaftslandesrätin und ÖOC-Präsident Leo Wallner sprechen, hieß es aus ihrem Büro.

    Das "endgültige Zahlenmaterial" werde sich auf ein Minus von rund 970.000 Euro belaufen, gab Hannes Bodner (V), Landtagspräsident-Stellvertreter und früheres Vorstandsmitglied des EURO-Vereins, an. Er, wie auch der nach bekanntwerden des Finanzdebakels zurückgetretene Vizebürgermeister Christoph Platzgummer (FI), hätten sich "nichts vorzuwerfen". Man habe mit "bestem Wissen und Gewissen gehandelt", betonte Bodner.


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