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    Zuletzt aktualisiert: 12.06.2008 um 05:10 UhrKommentare

    Pörtschach wird zu "Pivotschach"

    "Pivo", also Bier, soll in Pörtschach ab heute hektoliterweise fließen. 25.000 Kroaten werden erhofft.

    Karlovacko Korner in Pörtschach

    Foto © JustKarlovacko Korner in Pörtschach

    Kroatien oder Deutschland? Nein, also wirklich! Das ist die gemeinste Frage, die man Tourismus-Obmann Roland Loibnegger derzeit stellen kann. Das wäre ja fast so, als müsste Victoria Beckham zwischen Highheels und Sonnenbrille wählen. "Bitte nicht", seufzt Loibnegger. Hinter seinem Büro spiegeln sich die Wolken im Wörtherseewasser. Hier im beschaulichen Pörtschach machen vorwiegend Deutsche Urlaub. Nur während der EM ist alles anders.

    Tausende Kroaten erwartet. "In den kommenden fünf Tagen erwarten wir tausende Kroaten", sagt Loibnegger. Ob am Abend Kroatien oder Deutschland gewinnen wird, lässt er daher unbeantwortet. Würde wohl jeder tun, der damit rechnet, dass bald 25.000 Kroaten kommen - zu 2500 Einwohnern.

    EM in Pörtschach. "Wir freuen uns. Die Kroaten bringen die EM nach Pörtschach", strahlt Vizebürgermeister Alois Walter. Ein Blick auf den Monte Carlo Platz zeigt, warum. Dort wo einst Udo Jürgens und Uschi Glas tanzten, wachsen Schirmdächer im kroatischen Schachbrettmuster gen Himmel, rot-weiß-blaue Nationalfahnen wehen und zweisprachige Ortstafeln säumen die Straßen.

    Motorboot-Taxi. Monte-Carlo-Platz? Das war einmal. Jetzt heißt die Party-Ecke "Karlovacko Korner". Wie schon bei der WM in Deutschland hat die kroatische Brauerei Karlovac für ihre Landsleute eine Feier-Zone errichtet. Ein Volltreffer, schwärmt Manager Riender Zijlstra. "In Berlin hatten wir in drei Tagen 35.000 Kroaten." Am Wörthersee sind von den erhofften 25.000 schon einmal neun aufgetaucht. Lauter Geschäftsleute. Sie waren zuerst in Wien und logieren jetzt eine Woche in Velden. Piekfein lassen sie sich mit dem Motorboot-Taxi ans Pörtschacher Ufer führen. Simon Terzic mit Wohnsitz in Irland und Kroatien staunt: "Wir wussten nicht, wie schön Kärnten ist." Wien kennt man. Aber Kärnten? "Wir sind überrascht."

    Opfer bringen. Und "überessen". "Ich hab schon vier Kilo zugelegt", so Terzic. Ein Fußball-Bauch droht. Doch Man(n) muss Opfer bringen. Er sagt nur: "Snitzel, Snitzel, Snitzel." Und Pivo? "Ja, Bier auch." Apropos: Im "Karlovacko Korner" kostet das Bier gleich viel oder wenig wie in Kroatien. "Eine Halbe 2,50 Euro. Viel billiger als in den Fanzonen. Das ist unser Markenzeichen", sagt Zijlstra. "In fünf Tagen werden wir hier zwischen 200 und 400 Hektoliter Bier brauchen." Na Prost, oder ziveli, wie die Kroaten sagen.

    Sonderzüge. 1100 Fans sollen allein heute mit Sonderzügen von Zagreb nach Pörtschach kommen. Das ARD-Team wartet schon, Spiegel-TV ist auch da. "Tolle Werbung", schwärmt Loibnegger. Am Mittwoch ist von den zehntausenden Kroaten zwar noch nichts zu sehen. Aber zu hören sind bereits viele. Zijlstra weiß: "Die kroatischen Fans sind die lautesten. Sie singen, singen, singen." Vor dem Spiel. Nach dem Spiel. Während dem Spiel. Hauptsache singen." Ihr Lieblingslied? "Auf Wiedersehen, auf Wiedersehen - Deutschland - Wiedersehen." So hallt es schon jetzt aus allen Ecken und Enden. Dobrodosli in Pörtschach.

    MANUELA KALSER

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