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    Zuletzt aktualisiert: 10.06.2008 um 20:47 UhrKommentare

    Fanmeilen als Pleiten-Pflaster

    Erster stattlicher Euro-Flop. Wegen der Fanmeilen. Vor allem in Wien toben und schäumen die Standlwirte. Sie drohen mit Streik. -Ein Rundblick durch Pleitenzonen.

    In der Fanzone in Wien am Ring und Rathausplatz herrscht Nachmittags gähnende Leere

    Foto © Erwin ScheriauIn der Fanzone in Wien am Ring und Rathausplatz herrscht Nachmittags gähnende Leere

    Pleiten, Pech und Pannen. Aus manchen Fanzonen, auf Wunsch der allmächtigen UEFA "Host City" genannt, sind schon jetzt "Ghost City's" geworden. Besonders drastisch ist die Situation in der Wiener Innenstadt. Angeblich schalteten einige der insgesamt 80 Standler bereits ihre Anwälte ein, auch von baldigen Streiks ist die Rede.

    "Debakel" noch harmlos. Der Umsatz auf der sündig teuren Meile zwischen Wiener Ring und Heldenplatz ist nach Angabe der Gastronomen mit "Debakel" nur harmlos umschrieben. Der Umsatz soll um 90 Prozent unter den Erwartungen liegen. Ursache dafür sind nicht nur die zum Teil horrenden Preise, sondern auch die Mieten für die diversen Labestationen - sie liegen zwischen 12.000 und 40.000 Euro für die drei EM-Wochen. Um halbwegs positiv bilanzieren zu können, müssten die Wirte täglich rund 1400 Getränke verkaufen; manche schaffen es, knapp hundert Krügel und Sprudel abzusetzen.

    88 Fans. Offiziell fasst die Wiener Fanzone bis zu 70.000 Menschen. Bisher aber kamen nur 15.000 (Samstag) und 48.000 (Sonntag vor und nach dem Kroation-Spiel). Dienstag, beim ersten Spiel Spanien gegen Rumänien um 18 Uhr, waren es rund 7000 Besucher. Mittlerweile bereits geschlossen wurde in Klagenfurt der Fanbereich auf dem Messegelände. Laut APA wurden dort beim Match Frankreich gegen Rumänien exakt 88 Fans gezählt. Für den restlichen Fanbereich in der Klagenfurter Innenstadt wurde den ebenfalls unzufriedenen Standlern von Bürgermeister Scheucher eine Halbierung der Mieter versprochen.

    Hoffnungsträger. Etwas rosiger scheint die Lage in Salzburg und Innsbruck zu sein, obwohl in Tirol das Wetter nicht sonderlich mitspielte. Die Public-Viewing-Bereiche im Zentrum waren recht gut ausgelastet. Aber auch rund um den Berg Isel, wo es eine weitere Fanzone gibt, sprechen die Gastronomen bereits von einer "Katastrophe". In der Mozartstadt sind es vor allem die trinkfreudigen Schweden und Griechen, die als "Hoffnungsträger" gelten. Rund 6000 Skandinavier sind in der Stadt, ähnlich groß ist die Zahl der Hellas-Fans, in aber auch hier gilt: die meisten decken sich in Supermärkten mit Leicht- bis Hochprozentigem ein, ehe sie sich dem Rausch der Masse hingeben.

    AUT - POL. Rundum, das mag zumindest ein kleiner Trost für die Organisatoren sein, gilt das Verhalten der Fans als "außerordentlich friedlich". Das aber könnte sich, zumindest in Salzburg, bald ändern. Im einzigen größeren Supermarkt im Zentrum wurde ein Verkaufsverbot für alkoholische Getränke angeordnet. Die letzte Hoffnung, speziell in Wien, ist das Match Österreich gegen Polen am Donnerstag. Bleiben auch dann die Fans aus, ist das Fass wohl endgültig am Überlaufen - aber es ist das falsche.


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