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Zuletzt aktualisiert: 20.05.2008 um 20:18 UhrKommentare

Angst vor Hitzeschock

Regen und Kälte lassen das ÖFB-Team nicht los. Gefahr droht nur bei radikalem Temperaturanstieg.

Maierhofer und Co trainieren schon wieder im Regen

Foto © GEPAMaierhofer und Co trainieren schon wieder im Regen

Wollen Österreichs Teamfußballer in diesen Wochen der intensiven EM-Vorbereitung ein Trockentraining absolvieren, können sie neuerdings eine sauerstoffarme Zone namens Hypoxie-Kammer aufsuchen und sich dort in einer simulierten Höhenlage (2500 m) massieren lassen. Der Kurzzeit-Aufenthaltsraum (30 bis 45 Minuten) dient, so sagen die Entwickler, der schnelleren Regeneration, was bei einer Spielabfolge im Vier-Tage-Rhythmus wie bei der Euro durchaus von Nutzen sein könne. Allein, bewiesen ist nichts, Studien liegen nicht vor.

Wie auf Sardinien. Ansonsten ist derzeit nur das Mannschaftsklima kompatibel mit den Vorstellungen von einer idealen Aufbauphase. Der Übergang ging buchstäblich fließend vonstatten. Ein Tief, wie es die Nationalmannschaft schon auf Sardinien heimsuchte, sorgt auch in den Lindabrunner Tagen für sehr unwirtliche äußere Bedingungen bei ungewöhnlich niedrigen Temperaturen.

Trefferquote. Ob das kühle Nass das Verhalten in der Startrunde der gestrigen Torschuss-Übungen beeinflusste, blieb ungeklärt. Bei den ersten 15 Versuchen wurden zwei Treffer gezählt. Später erhöhte sich die Quote leicht. Josef Hickersberger ist von der Hartnäckigkeit der Kaltfronten naturgemäß nicht angetan. Die Gefahr, dass sich die Wetterlage zur Euro-Zeit umstellen und die Akklimatisierung ad absurdum führten sollte, bereitet Sorgen. "Das könnte problematisch werden", argwöhnte der Teamchef.

Folgen. Der Regen lässt Hickersberger also nicht völlig kalt, doch der international anerkannte Leistungsdiagnostiker Hans Holdhaus beschwichtigt. Nur bei einem radikalen Hitzeanfall unmittelbar vor Turnierbeginn seien negative Folgen zu befürchten. "Eine dramatische Veränderung beeinträchtigt jeden, egal, ob er trainiert ist oder nicht", so Holdhaus. Umgekehrt wäre ein Temperatursturz folgenlos. Derzeit bleibt es unbeständig auf kühlem Niveau. Die Müdigkeit ist aber bei einigen Spielern wie den nun eingetroffenen Legionären auch ohne Hitze nicht ganz wegzudiskutieren. "Viele Reserven waren nach dem letzten Spiel nicht mehr da", meinte Emanuel Pogatetz gestern zur langen Saison.

HUBERT GIGLER

Testspiele

Die letzten Testspiele vor der EURO absolviert die ÖFB-Elf in Graz. Am 27. Mai heißt der Gegner Nigeria und am 30. Mai wartet Malta.

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Die Hypoxiekammer im EURO-CampFoto © APA

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