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Zuletzt aktualisiert: 02.04.2008 um 15:49 Uhr

Lippi sieht Italien und Deutschland als EM-Favoriten

Der Ex-Trainer des italienischen Nationalteams hat auch Kroatien auf der Rechnung.

Marcello Lippi

Foto © APMarcello Lippi

Der ehemalige italienische Fußball-Nationaltrainer Marcello Lippi sieht Italien und Deutschland als Favoriten der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz. "Deutschland hat enorme Fortschritte seit der WM gemacht. Die Deutschen zählen bestimmt zu den Top-Favoriten der Europameisterschaft", sagte Lippi im Gespräch mit der APA.

Schwieriger Gegner. Als Überraschung des Turniers könnte sich laut Lippi Kroatien entpuppen. Der Vorrunden-Gegner Österreichs sei sehr solide und könnte sich selbst für Italien als schwieriger Kontrahent erweisen. Lippi zeigte sich überzeugt, dass Österreich die EM bestens organisieren werde. "Die Österreicher sind Spitzenorganisatoren und wegen ihrer Ernsthaftigkeit bekannt. Ich bin sicher, dass die EURO 2008 organisatorisch ein Erfolg sein werden", betonte Lippi. Der Coach zeigte sich zuversichtlich, dass die "Azzurri" unter der Leitung seines Nachfolgers Roberto Donadoni die mit dem WM-Titel in Deutschland begonnene positive Serie fortsetzen könnte. "Die Mannschaft ist sehr stark. Unter der Leitung Donadonis hat sich eine sehr gute Atmosphäre in der Mannschaft entwickelt, die zu großen Erfolgen führen kann", sagte Lippi.

Erfolgshungrig. Nach zwei Jahren Pause hätte er gerne eine neuen Job, erklärte Lippi. "Mir fehlt die Beziehung zu einer Mannschaft, die mit Enthusiasmus für gemeinsame Ziele arbeitet", sagte der 59-Jährige. Bisher habe er jedoch weder in Italien noch im Ausland ein Angebot erhalten, das seinen Wünschen entspreche. "Ich habe es nicht eilig. Ich kann noch warten. Diese zwei Jahre Ruhepause haben mir sehr viel gegeben. Allerdings sei er aber immer noch hungrig nach weiteren Erfolgen. "Ich habe in meinem Leben viel gewonnen, doch gerade weil ich diesen Enthusiasmus gespürt habe, würde ich diese Gefühle gerne wieder erleben", sagte Lippi, der auch als Teamchef-Kandidat gilt, falls Donadonis Vertrag nach der EURO nicht verlängert wird.


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