Tormann-Frage: Jens Lehmann schweigt
DFB-Teamchef Joachim Löw führte in Basel Gespräche mit drei Tormännern.

Foto © GEPAJens Lehmann will nicht vor die Mikros treten
In Fußball-Deutschland hat vor dem Länderspiel gegen die Schweiz in Basel (20.45 Uhr/live ZDF) wieder die Torhüter-Debatte eingesetzt. Arsenal-Keeper Jens Lehmann, der gegen den EURO-Co-Gastgeber zum Einsatz kam, verpasste sich aber einen Maulkorb. "Warum muss ich mich eigentlich stellen? Das werde ich nicht mehr tun. Keine Chance", wurde die Nummer 1 von Österreichs drittem EM-Gruppen-Gegner im Schweizer "Sportmagazin" zitiert.
Konzentration.<(B> "Jens hat klargemacht, dass er sich auf das Sportliche konzentrieren und nicht gleich wieder vor die Mikrofone treten will", sagte dazu DFB-Mediendirektor Harald Stenger. In Basel hatte Teamchef Joachim Löw sein voraussichtliches EM-Trio mit Lehmann, Timo Hildebrand (FC Valencia) und Robert Enke (Hannover 96) vor dem Länderspiel zu einem Torhüter-Gipfel zusammengebracht. "Um einfach die Situation zu erläutern, wie wir sie sehen, über Stärken und Schwächen zu sprechen und darüber, was wir erwarten", erklärte Löw.
Revolution. "Bei den erfahrenen Torhütern weiß Löw, was er hat", bemerkte Franz Beckenbauer. Der "Kaiser" hält als deutsches Fußball-Gewissen aber auch eine revolutionäre Zukunftslösung mit Manuel Neuer (FC Schalke) und Rene Adler (Bayer Leverkusen) als "junge Wilde" hinter Lehmann für das EM-Turnier denkbar. "Nach der EM werden sie ohnehin in die Nationalelf drängen. Ich würde mich freuen, zumindest einen von beiden im EM-Kader zu sehen. Es wäre eine verdiente Berufung", sagte der Bayern-Präsident, Ex-Teamchef und frühere Internationale zum der Tormann-Frage.





