Sturm landete umbemerkt
In Minsk nahm die weißrussische Presse bei der Landung keine Notiz von Sturm. Etliche Fans reisen auf eigene Faust nach Weißrussland.

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Champions League, wir kommen! Was ein Autogrammjäger beim Abflug des SK Sturm in Graz von sich gab, werden die Spieler am Dienstag in Minsk und kommenden Mittwoch in Graz versuchen umzusetzen: Den Einzug in die Champions-League-Gruppenphase. Zwei Spiele trennen den österreichischen Meister von der Fußball-Königsliga. Es wäre Sturms vierte Qualifikation für die Gruppenphase und für einige Spieler ein Traum. "Wir werden mehr geben, als nötig ist", sagt etwa Christian Gratzei, der darauf brennt, sich mit den besten Mannschaften in Europa messen zu können. "Es wird schwierig, ist aber machbar", sagt der Sturm-Tormann. Jürgen Säumel spricht von einem positiven Druck, der alle beflügeln sollte, warnt aber zugleich vor dem Gegner: "Borisow ist spielstark und agiert sehr körperbetont. Wir müssen gut dagegen halten."
Beim Abflug in Graz hatten die Spieler viel zu tun. Autogramm- und Fotowünsche wurden bereitwillig erfüllt, kurze Gespräche geführt und etliche Glückwünsche entgegen genommen. Samir Muratovic half Zeugwart Simo Maric sogar beim Kisten verladen. Wenn das kein Teamwork ist. Gut zwei Stunden später bei der Landung in Minsk hatten die Spieler ihre Ruhe. Kein einziges TV-Team kam auf dem Flughafen, kein Journalist, niemand nahm Notiz vom SK Sturm.
Sturm-Fans werden am Dienstag sehr wohl Notiz von ihrer Mannschaft nehmen. Und zwar live. Einige kommen mit dem Flugzeug über diverse Routen nach Minsk. Darunter auch Sturms Ehrenpräsident Hans Fedl. Er feierte gestern seinen "60er" und gab aus diesem Anlass bereits am Sonntag ein Fest, auf dem sich nicht weniger als 500 Gäste tummelten, darunter die gesamte schwarz-weiße Familie. Anhängertreue beweisen rund 35 Sturm-Fans. Sie wählten den Bus von Graz und kurven rund 1.150 Kilometer in die weißrussische Hauptstadt, um dort ihre Elf anzufeuern.




















