Sturm vs. Videoton: "In Normalform steigen wir auf"
Imre Szabics sieht Sturm gegen Szekesfehervar als Favorit. Und freut sich, wenn das Duell endlich gespielt ist - und er wieder Ruhe hat.

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Sturm nimmt Videoton sehr ernst. Wie ernst, das hat das Abschlusstraining gezeigt. Schon um 18 Uhr haben zwei Bullen von einer Sicherheitsfirma das Trainingsgelände in Messendorf abgeriegelt. Dazu die erste taktische Finte, mehr als 24 Stunden vor der Champions-League-Qualifikation in Klagenfurt. Das Training sei kurzfristig von 19 auf 18 Uhr vorverlegt worden. "Völlig normal vor so einem Spiel", grinst Imre Szabics. "In Stuttgart hätten sie einmal mich fast nicht hineingelassen, weil mich der Mann von der Security nicht erkannt hat."
Ein "völlig normales Spiel" ist für ihn auch das Duell mit Videoton Szekesfehervar. Beschimpfungen wie 2004, als er mit Stuttgart gegen Ujpest gespielt hat, erwartet er keine. "Ujpest ist der größte Rivale von Ferencvaros, dem Klub, bei dem ich aufgewachsen bin. Zu Videoton habe ich hingegen keine Beziehung."
Österreich vor Ungarn
Gegen Ujpest ist Sturm 1998 auch das erste Mal in die Champions League eingezogen. Seither hat sich viel verändert. "Die Unterschiede im internationalen Fußball sind geringer geworden", sagt Szabics, schätzt den österreichischen Fußball aber immer noch höher ein, als den in seiner Heimat. "Ich denke, die ersten vier Klubs der Bundesliga hätten keine Probleme sich in der ungarischen Liga auch durchzusetzen."
Seine Freunde in Ungarn hat er für das Duell nicht ausgehorcht. "Aber wenn ich wo etwas gelesen, oder gehört habe, habe ich diese Information natürlich weitergegeben. So musste ich nicht spionieren." Das sei aber ohnehin nicht nötig gewesen. "Der Trainer war nicht auf meine Hilfe angewiesen. Er hat Videoton selbst beobachtet und das hat immer gut funktioniert."
Gut funktionieren sollte es für ihn auch am Mittwoch "Wenn beide Teams in Normalform agieren, sollten wir aufsteigen." Zumal die internationale Erfahrung für die Grazer spricht. "Bei uns haben schon einige im Europacup gespielt, bei Videoton nicht", sieht Szabics Vorteile für Sturm. Außerdem ist mit Paulo Sousa ein neuer Trainer am Werk, haben die Ungarn die Verteidiger Hector Sanchez und Alvaro Brachi sowie die Mittelfeldspieler Walter Fernandez und Nicola Mitrovics neu im Kader.
Trotzdem bemüht aber auch Szabics die übliche Tiefstapelei: "In zwei Spielen ist es immer schwierig. Wenn ein Team einen schlechten Tag hat, kann das ausschlaggebend sein." Seine Knöchelblessur hat er ausgestanden, der Test gegen Hannover am Wochenende ist gelungen. Also wird Szabics gegen seine Landsleute spielen - und froh sein, dass es vorbei ist: "Seit der Auslosung musste ich in Österreich und Ungarn unzählige Interviews geben."
Features
Kienast wird nicht spielen
"Die Schmerzen sind weg", sagt Roman Kienast, den eine Entzündung im linken Sprunggelenk in der Vorbereitung zurückgeworfen hatte. Trotzdem rechnet der Stürmer nicht mit einem Einsatz gegen Videoton am Mittwoch. "Ich habe zu lange nicht mit der Mannschaft trainiert. Mal sehen, ob ich überhaupt im Kader bin", bangt Sturms Top-Torschütze aus der Vorsaison.
Karten und Termine
In Klagenfurt könnte Sturm ein maximal ausgelastetes Stadion erwarten. 9000 der 13.000 Tickets (mehr Zuseher sind nicht mehr zugelassen) sind verkauft. Karten gibt es noch an den Stadionkassen in Graz und Klagenfurt. Am Spieltag haben die Kassen ab 10 Uhr geöffnet. Das Abschlusstraining im Wörthersee-Stadion absolviert Sturm ab 18 Uhr, Videoton ab 19.15 Uhr.





















