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Torres soll in Drogbas Fußstapfen treten "Dieses CL-Finale ist eine große Überraschung" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Champions League Nächster Artikel Torres soll in Drogbas Fußstapfen treten "Dieses CL-Finale ist eine große Überraschung"
Zuletzt aktualisiert: 29.05.2011 um 15:49 UhrKommentare

"So hat uns noch nie jemand verprügelt"

Manchester United sind im Champions-League-Finale gegen den FC Barcelona (1:3) die Grenzen aufgezeigt worden. Englands Meister war chancenlos. Dessen war sich auch Coach Alex Ferguson bewusst.

Foto © Reuters

"Ich bin noch nie auf so eine Mannschaft getroffen, sie haben uns mit ihren Kombinationen verzaubert. So hat uns noch nie jemand verprügelt", sagte der Manchester-United-Trainer nach der zweiten Final-Niederlage gegen Barcelona nach 2009 (0:2).

Ferguson bemängelte zwar, dass sein Team ungeachtet der Brillanz Barcelonas unter seinen Möglichkeiten geblieben war - "wir hätten besser spielen können " - hielt sich aber nicht mit der Analyse der eigenen Versäumnisse auf. Der 69-Jährige hätte sonst wohl zugeben müssen, dass er mit seiner offensiven 4-4-1-1 Aufstellung exakt jenen Fehler wiederholt hatte, der United schon beim 0:2 in Rom vor zwei Jahren chancenlos blieben ließ. Mit nur zwei zentralen Mittelfeldspielern war der englische Meister vor der eigenen Abwehr stets in Unterzahl.

"Für uns nicht zu schlagen"

Der Spielverlauf erinnerte aus United-Sicht fatal an die Demütigung in der italienischen Hauptstadt, wo Samuel Eto'o die Partie nach neun Minuten entschieden hatte. Der Unterschied war, dass Barca am Samstag noch besser, United aber wenigstens bis zur Pause im Spiel geblieben war. "Wir haben ein bisschen Druck auf sie ausgeübt und es 15 Minuten länger als in Rom ausgehalten (Anm.: ohne Gegentor zu bleiben)", sagte Torhüter Edwin van der Sar mit einer Spur von Sarkasmus.

Der 40-jährige Niederländer war einer der wenigen United-Spieler, die nach der Niederlage Stellung bezogen. Nach dem letzten Match in seiner langen glorreichen Karriere wollte er sich nicht wie ein Dieb in die Nacht davon stehlen. "Vielleicht war es ein Spiel zu viel für mich", sagte Van der Sar selbstkritisch, Pedro Rodriguez und Lionel Messi hatten ihn bei den ersten beiden Treffern auf dem falschen Fuß erwischt.

Aber in der Summe spielte Barcelona so grandios, so majestätisch, dass diese Kleinigkeiten nicht wirklich ins Gewicht fielen. "Wir hatten einfach Pech", sagte Van der Sar abschließend: "Wir mussten zweimal gegen eine Mannschaft im Finale spielen, die für uns nicht zu schlagen war".

"Einsamer Kampf"

Van der Sars Abschied stand schon vorher fest, doch das Finale könnte auch das Ende eines anderen Profis bei United einläuten. Dimitar Berbatow, der von Ferguson nicht einmal für die Bank nominiert worden war, soll angeblich das Stadion schon vor dem Anpfiff verlassen haben. Der Trainer beteuerte zwar, dass der Angreifer mit in der Kabine war, aber von den gut 87.000 Zuschauern hatte ihn niemand gesehen. Die Zeit des Bulgaren im "Old Trafford" scheint abgelaufen zu sein.

Nichts vorwerfen konnte sich Wayne Rooney. "Er war der Situation gewachsen, aber kämpfte einen einsamen Kampf", schrieb der "Independent". Rooney bot nach zwei schwachen WM-Turnieren und zwei unscheinbaren Champions-League-Endspielen im dritten Versuch endlich jene Leistung, die seinem enormen Talent entspricht. Mit seinem 1:1 in der 34. Minute gab er Englands Meister kurz Hoffnung auf ein Wunder, aber mit der Herkulesaufgabe, das Spiel anzukurbeln und gleichzeitig Barcelonas unendliche Passfolgen zu unterbinden, war auch der unbändige Sohn eines Amateur-Boxers überfordert.


Lob für Messi

König, Maestro, Genie, der neue Maradona - nach der atemberaubenden Endspiel-Show des Lionel Messi überschlugen sich die Beobachter mit Superlativen und selbst der eigene Trainer legte jede Zurückhaltung ab. "Lionel ist der Beste, den ich je gesehen habe und wahrscheinlich auch der Beste, den ich jemals sehen werde", sagte Josep Guardiola nach dem überwältigenden 3:1-Erfolg seines FC Barcelona im Finale der Champions League gegen Manchester United.

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