ÖFB-Cup: Suche nach violetten Konturen
Der bisherige Fußball-Sommer gehörte den Kürläufern, aber nun ruft die Pflicht. Die neue Klagenfurter Austria empfängt am Freitag im ÖFB-Cup den Erste-Liga-Neuling Horn. Auch der VSV hat zum Auftakt Heimvorteil.

Foto © GEPAMatthias Dollinger
Österreichs Kicker werden zum Cup gebeten und schon am Freitag sind zwei Kärntner Vereine im Einsatz. Die völlig neu aufgestellte Klagenfurter Austria darf sich auf dem Rasen des im Vollausbau befindlichen Wörthersee-Stadions gegen den Erste-Liga-Aufsteiger und Ex-Klub von Gilbert Prilasnig, SV Horn, bewähren. Regionalliga-Konkurrent VSV steht gegen Rohrendorf aus der zweiten niederösterreichischen Landesliga vor der wesentlich einfacher zu lösenden Aufgabe.
Halber Kader neu
Der Austria-Stellenmarkt ist seit Wochen heftig in Bewegung und der Personalumbau wohl noch nicht abgeschlossen. Bisher wurde rund die Hälfte des Kaders ausgetauscht, zuletzt gab es mit der Verpflichtung von Hannes Eder und Thierry Fidjeu Tazemeta auch zwei relativ prominente Neuzugänge. Die beiden werden zum Einsatz, im Gegensatz zu manch anderen, die aus verschiedenen Gründen noch verhindert sind. So fehlt etwa für den in Österreich auch nicht gerade unbekannten früheren Nationalspieler von Togo, Eric Akoto (GAK, Austria Wien, etc.) immer noch die Freigabe.
Austria-Trainer Dietmar Thuller sieht die vom Tiroler Ex-Teamspieler Michael Streiter betreuten Horner als klare Favoriten an. "Sie haben tolle Ergebnisse in der Vorbereitung erzielt. Für uns ist das eine erste echte Standortbestimmung. Aber so schlecht waren wir eigentlich ja auch nicht." Also wollen die Violetten mit Blickrichtung Regionalliga-Meisterschaft (Start am 3. August) gleich einmal im Cup aufzeigen. In den vergangenen Tagen wurde bei einem Teambuilding in Velden die Kennenlernphase intensiviert.
Favoritenrolle beim VSV
Wie bitte? Rohrendorf/Gedersdorf? Der Cup-Gegner des VSV, vier Kilometer östlich von Krems beheimatet, zählt nicht unbedingt zu den ganz großen Kalibern im niederösterreichischen Vereinsfußball. Warum darf der Klub denn im ÖFB-Pokal mitspielen? Über Umwege: Der 2. Landesliga-West-Klub holte sich als Landescupsieger das Ticket für den sogenannten Samsung-Cup. Dass Rohrendorf als um zwei Klassen tiefer angesiedeltes Team kein Heimrecht hat, dafür zeigten die Funktionäre wenig Verständnis. Dennoch werden einige Fanbusse ihre Mannschaft nach Villach begleiten. Günther Kronsteiner, der VSV-Trainer, warnt dennoch, die Niederösterreicher auf die leichte Schulter zu nehmen. Der Klub muss doch Ambitionen und Geld haben. Mit Peter Orosz und Mario Majstorovic hat Rohrendorf im Sommer immerhin zwei ehemalige Bundesligaspieler geholt. Der VSV? Hat sich in der Übertrittszeit eher zurückgehalten. Die Experimente in den Testspielen hielten sich deshalb in Grenzen. Ein Vorteil für Kronsteiner: "Wir sind dadurch schon einigermaßen eingespielt."Von den Neuen dürften lediglich Marco Reich und Mario Steiner von Beginn an auflaufen. Der Aufstieg in die zweite Cuprunde ist dennoch fix eingeplant.
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Der WAC ist vor den Simmeringern auf der Hut
Erst am Samstag um 13.30 Uhr, also mit nicht überragendem zeitlichen Spielraum, tritt der WAC die Direktfahrt zum Cupspiel bei Ostbahn XI in Simmering an, wo die Partie um 18 Uhr angepfiffen wird. Die Lavanttaler sind vor allem hinsichtlich des Wiener Gegners gebrannte Cup-Kinder, denn in der vergangenen Saison waren sie von den Rapid Amateuren gestoppt worden. Der Neo-Bundesligist ist also gewarnt vor dem Ur-Klub von Herbert Prohaska. Bei den Wolfsbergern sind nach den harten Trainingswochen bis auf den erkrankten Sandro Zakany alle Spieler fit.
SAK ersatzgeschwächt
Gegen den Regionalliga-West-Klub St. Johann im Pongau hat der SAK am Samstag Heimvorteil. Die Klagenfurter müssen dabei auf die verletzten Schlüsselspieler Florian Oberrisser und Helmut König verzichten, auch Neuerwerbung Kevin Puschl-Schliefnig (Maturareise) fehlt. "Lieber jetzt, als in der Meisterschaft", sieht Trainer Jagodic die Ausfälle eher gelassen.
Spittal als Außenseiter
Der SV Spittal, als Sieger des KFV-Cups mit einem Cupplatz belohnt, muss am Samstag zum LASK. Die Linzer erhielten für die Erste Division keine Lizenz und wurden in die Regionalliga versetzt. Obwohl zahlreiche Spieler den LASK verließen, gelten die Oberösterreicher als einer der Meisteranwärter - und damit auch gegen Spittal als Favorit.
















