Stadt Klagenfurt hilft Austria wieder
Am Freitag sollen die Austria Klagenfurt und die Sportpark GmbH den Stadionvertrag unterschreiben. Der Verein zahlt einen gestaffelten fünfstelligen Betrag im Jahr. Svetits will ein Büro im Stadion.

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Wir kommen der Austria Klagenfurt sehr entgegen, weil wir einen regelmäßigen Fußballbetrieb im Stadion haben wollen. Trotzdem zahlt kein Regionalligaverein in Österreich so viel für seine Spielstätte", verriet Klagenfurts Sportpark-Geschäftsführer Daniel Greiner.
Der Stadionvertrag: "Die Austria wollte einen unbefristeten. Den wird es nicht geben. Maximal zehn Jahre sind möglich", erklärte Greiner. Der Kontrakt ist gestaffelt nach der Klassenzugehörigkeit. "Die Fixkosten für den Spiel- und Trainingsbetrieb bewegen sich im fünfstelligen Bereich. In der Regionalliga wird die erste Zahl etwas niedriger sein, in der zweithöchsten Spielklasse etwas höher. Auch in der Bundesliga bleibt es bei einer fünfstelligen Summe. Die Sportpark GmbH ist aber bei der Stadion-Gastronomie und beim Verkauf des Stadionnamens beteiligt", sagte der Chef. Inkludiert im Abkommen ist auch die Benützung des VIP-Klubs. Das Catering dort muss extra bezahlt werden. Die Austria kann sich aber auch etwas dazuverdienen.
Prämie pro Besucher
Pro Match und Besucher bekommt der Regionalligist von der Sportpark GmbH circa einen Euro ausbezahlt. "Das ist in Österreich durchaus üblich", weiß Greiner. Dazu will Austria-Präsident Peter Svetits in der EM-Arena residieren. "Noch hat die Austria kein Büro bei uns, aber Svetits will eines haben", erklärte der Sportpark-Boss, "die Kosten liegen bei zehn Euro pro Quadratmeter. Nicht inkludiert sind Strom und Heizung".
Immer wieder gab es Gerüchte, Svetits will das gesamte Stadion-Areal mieten. Das kann sehr teuer werden.
Daniel Greiner, Sportpark-Boss
"So eine Arena gewinnbringend zu führen, ist nicht möglich. Die Fixkosten sind einfach viel zu hoch."
Kosten für gesamten Sportpark: Allein die Stadion-Betriebskosten schlagen sich mit 400.000 bis 500.000 Euro pro Jahr zu Buche. "Die Summe ergibt sich aus den Versicherungen, dem Bereitstellungsbetrag für den Strom, die Energiekosten, die Anschlusswerte, das Greenkeeping usw.", klärt Greiner auf, "noch nicht eingerechnet sind die Beträge für die Büros, die Ballspielhalle und die Akademie. So eine Arena gewinnbringend zu führen ist unmöglich, da die Fixkosten einfach zu hoch sind. Daher glaube ich nicht, dass es zu Gesprächen darüber kommen wird".
Sehr wohl geredet wird im Hintergrund über die langfristige Zukunft der Austria Klagenfurt. Involviert sollen Svetits, Ex-Magna-Boss und Kärnten-Fan Siegfried Wolf sowie Frank Stronach sein. "Die drei Herren sind sehr eng befreundet und fußballaffin. Klagenfurt ist schon allein wegen des Stadions interessant", plauderte ein Insider aus der Schule. Dazu passt die Aussage von Austria-Vizepräsident Matthias Dollinger: "Schon bald wird das Präsidium erweitert. Die Kicker, die im Winter kommen, kauft bereits die Svetits-Gruppe."


















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