Pfeiler: "Fall Austria beschädigt Ruf unserer Stadt"
Klagenfurts Sportstadtrat Pfeiler sieht durch die Entwicklung bei der Austria ein Imageproblem für die Stadt. Dollinger berät mit Skender Fani die Zukunft. Fließt kein Geld, ist es aus.

Foto © ReutersSujet
Manfred "Waschi" Mertel, vormals FC Kärnten und Akademie, ist neuer Sportkoordinator des ASK Klagenfurt. Der frühere Sportstadtrat fängt also mit dem Fußball wieder fast ganz unten (1. Klasse D) an geht damit gewissermaßen auf Distanz zu Austria Klagenfurt, dessen designierter Präsident Peter Svetits in Graz in Untersuchungshaft sitzt.
Mertels Nachfolger als Sportchef der Stadt, Jürgen Pfeiler, ist sich im Klaren darüber, dass die jüngste Entwicklung auch Klagenfurt im Nacken sitzt und damit ein Imageproblem aufhalst. Pfeiler verzichtet aber auf einen direkten Ratschlag von außen. "Sie müssen selbst wissen, was jetzt zu tun ist. Wir werden uns das mit Sicherheit genau anschauen", so Pfeiler, der sich nun in Bälde ein "klärendes Gespräch" wünscht. Im Verlauf dieser Woche kam jedenfalls kein Kontakt zwischen Klub und Stadt zustande. Der noch von Svetits mit der Stadt und der Sportpark Ges.m.b.H. praktisch ausverhandelte Stadionvertrag hätte am Dienstag unterzeichnet werden sollen, ist aber laut Pfeiler "natürlich vorerst auf Eis gelegt". Sollte für den Klub das Ende kommen, kündigt Pfeiler einen "Schulterschluss der anderen Klagenfurter Vereine" an, um zumindest den Nachwuchs (160 Kinder) zu retten. "Das müsste dann in geordnete Hände übergeben werden und ein Verein von unten langsam wachsen."
Grundsätzlich schade die Causa Svetits dem Sport massiv, so Pfeiler, der in zahlreichen Beschwerdeanrufen von Verantwortlichen etlicher Vereine damit konfrontiert wird, dass durch einen Klub "der ganze Fußball in ein schiefes Licht" gerückt werde.
Die aktuelle Lage im Verein will der derzeit amtierende Präsident Matthias Dollinger in der kommenden Woche mit Anwalt Skender Fani besprechen, der am Dienstag aus den USA zurückkehrt. Eines ist für Dollinger klar: Sollte auf die nach Überweisung von 60.000 Euro (zur Bezahlung der Oktober-Gehälter) übrig gebliebenen 240.000 Euro der hinterlegten Summe nicht zurückgegriffen werden können, hört die Austria zu existieren auf. "Dann sperre ich zu." Über die Herkunft dieses Geldes kann übrigens auch Dollinger nichts Konkretes sagen. "Es ist eine Gruppe, mehr weiß ich nicht", so der Klubchef, der sogar Frank Stronach ins Spiel bringt. "Auch er könnte einsteigen." Dass sich die mutmaßlichen Geldgeber jetzt outen, ist angesichts der aktuellen Umstände aber nicht zu erwarten.


















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