Austria Klagenfurt bleibt gefangen
Es gibt noch Hoffnung: Der SK Austria Klagenfurt erhielt weitere 24 Stunden "Galgenfrist". Mit 60.000 Euro soll bis Donnerstag das Konkursverfahren doch noch abgeschlossen werden. Svetits droht die U-Haft.

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Wie viel Geld braucht der SK Austria Klagenfurt, um nicht zusperren zu müssen? Woher soll dieses Geld kommen? Wie sieht aufgrund jüngster Entwicklungen der Zeitplan aus?
Unbedingt benötigt werden 60.000 Euro. Beim Wiener Anwalt Skender Fani (71) hat Peter Svetits 300.000 Euro einer Sponsorengruppe hinterlegt. Diese hat zuerst den Zugriff auf das Geld untersagt, solange Svetits in Haft ist. Gestern Mittag ließ Skender Fani aber wissen, dass er 60.000 Euro bis heute überweisen könne. Das hat der Anwalt, derzeit in Amerika unterwegs, auch per E-Mail bestätigt. Sind die 60.000 Euro heute in Klagenfurt eingelangt, kann das Konkursverfahren abgeschlossen werden, der Klub wäre schuldenfrei und gerettet.
Wofür werden diese 60.000 Euro benötigt und wie sieht die Zukunft des Vereins aus, wenn das restliche Geld blockiert bleibt?
Mit den 60.000 Euro werden laut Masseverwalter Gerhard Kochwalter in erster Linie die Spielergehälter für Oktober ausgezahlt. Ob auch die restlichen 240.000 Euro, unabhängig davon, ob Peter Svetits in Untersuchungshaft kommt oder nicht, freigegeben werden, ist derzeit völlig offen. Der bisherige Präsident Matthias Dollinger ließ aber wissen, dass es mit dem Klub "auf jeden Fall" weitergehe, "solange ich beim Verein bin".
Wer trägt während der Abwesenheit von Peter Svetits die Verantwortung für den Klub? Hält die Austria an ihm fest?
Peter Svetits ist gewählt, aber formell noch gar nicht Präsident, weil nicht im Vereinsregister eingetragen. Nach der für heute vorgesehenen Konkursaufhebung gibt Masseverwalter Gerhard Kochwalter die Verantwortung ab, diese übernimmt dann bis auf Weiteres wieder der bisherige Klubchef Matthias Dollinger. Dieser stellt sich voll hinter den inhaftierten, gewählten Präsidenten. "Peter Svetits ist ein Ehrenmann."
Was geschieht mit der Austria, wenn Peter Svetits in Untersuchungshaft bleiben muss? Was bedeutet die derzeitige Situation für den ohnehin schon vorbelasteten Klub?
Die Rettung ist, bei Konkursaufhebung, eine kurzfristige. Im Falle einer längeren Haft für Svetits wird sich die Konstellation, von diesem Mann abhängig zu sein, wohl kaum aufrechterhalten lassen. Die Optik für den ramponierten Verein, einen gewählten Präsidenten zu haben, der in Haft genommen wurde, ist bereits jetzt eine verheerende, das Image auf dem Boden.
Was würde ein Zusperren des SK Austria für die Regionalliga bedeuten?
Das wäre durch die Statuten klar festgelegt: Nachdem die Herbstsaison der Regionalliga Mitte bereits zu Ende gespielt ist, blieben alle Ergebnisse des SK Austria Klagenfurt aus dem Herbst aufrecht. Alle 15 Spiele des Frühjahres würden in der Tabelle mit einem 0:3-Ergebnis für den jeweiligen Gegner gewertet werden.
















