Der neue violette Macher
Peter Svetits ist der neue starke Mann von Austria Klagenfurt. Unter seiner Präsidentschaft soll der Klub innerhalb von zwei bis fünf Jahren wieder in die Bundesliga kommen.

Foto © GEPAPeter Svetits
Er wählt die Worte mit Bedacht, denn zu starke Ansagen führten in den vergangenen Jahren zu nicht minder heftigen Totalschäden. Und dennoch muss Peter Svetits, der neue starke Mann von Austria Klagenfurt, eine Zukunft skizzieren. Mittelfristig, so der bei der Generalversammlung von 70 Mitgliedern einstimmig zum Präsidenten gewählte Burgenländer, soll die Austria wieder zu einem Profiverein in der Bundesliga werden, also "innerhalb von zwei bis fünf Jahren". Die laufende Saison sei ausfinanziert. Ob die vom Vorgänger und neuen Vize Matthias Dollinger genannten 300.000 dafür ausreichen, ließ er offen. Svetits lässt aber keine Zweifel daran aufkommen, dass er langfristig denkt. "Ich bin ein strukturierter Arbeiter, der mit Plan unterwegs ist." Die Ansprüche sind hoch. "Das geht nur bei einem Klub mit ausgezeichneter Infrastruktur." Die könne Klagenfurt mit dem Stadion bieten, daher sieht er hier eine enorme sportliche Perspektive. Das sei auch die zentrale Motivation, meinte der Klubchef.
Die Mittel, die in seinen früheren Zeiten bei der Wiener Austria und bei Wiener Neustadt aus dem Fundus von Frank Stronach flossen, würden nun von ihm persönlich stammen - vorerst. Die Suche nach potenten Sponsoren ist laut Svetits schon im Gang. "Ich glaube, dass ich ganz gut aufgestellt bin. Ich bin ein Networker." Das habe er einst schon beim GAK bewiesen.
Vorwürfe in Richtung seiner Person lässt er kühl abprallen. Die einst vom Ex-ÖFB-Präsidenten Friedrich Stickler hingeworfene Bemerkung, Peter Svetits sei der "böse Geist im österreichischen Fußball", begründet er mit persönlichen Ressentiments des Angreifers. "Ich habe bewirkt, dass der Teamchef nicht ohne Bundesliga bestimmt werden kann, das hat er mir übel genommen, dann habe ich ihn auch einmal kritisiert." Im noch anhängigen GAK-Verfahren ist Svetits Beschuldigter. "Einer von 22", bekennt er. Er habe nichts zu befürchten.
Er baue keine Luftschlösser. "Wir müssen mit Maß und Ziel an alles herangehen."
Features
ZUR PERSON
Peter Svetits, geboren 21. 1. 1958 in Fürstenfeld, aufgewachsen in Rudersdorf (Burgenland), kam 1994/95 als Manager zum GAK, 1998 nach dem Rücktritt von Harald Fischl Präsident, später Sportchef.
Magna-Ära I. 2001 wurde er von Frank Stronach als Sportdirektor zu Austria Wien geholt, 2003 Rücktritt. 2006 Rückkehr zum GAK (Generalmanager März bis November).
Magna-Ära II. 2007 bis 2009: Berater der Stronach-Akademie, dann Vizepräsident von Wr. Neustadt.
















