Austria Klagenfurt vor der Rettung
Staatsanwalt legt Anzeigen gegen vier Ex-Funktionäre des Fußballklubs zurück. Am Dienstag tagen die Gläubiger. Sie stimmen über die Zukunft des SK Austria Klagenfurt ab.

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Dieses Match war das spannendste in der Geschichte des in Konkurs befindlichen SK Austria Klagenfurt. Am Montag kurz nach 15 Uhr traf bei Masseverwalter Gerhard Kochwalter ein Schreiben der Staatsanwaltschaft Klagenfurt ein. Inhalt: Die Behörde legt die Anzeigen gegen vier ehemalige Funktionäre des Fußballvereins zurück. Sie wurden von Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider (FPK) wegen des Verdachts der Untreue, der grob fahrlässigen Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen und Förderungsmissbrauch angezeigt. Vorwürfe, die ein von der Staatsanwaltschaft beauftragter Gutachter nicht bestätigt sah.
Mit der Zurücklegung der Anzeige könnten die beiden Hauptgläubiger - Stadt Klagenfurt und Sportpark GmbH - für Kochwalters Sanierungsplan grünes Licht geben. Scheider hat die Zustimmung von einem "positiven" Entscheid der Staatsanwaltschaft abhängig gemacht. Das heißt: Die Austria zahlt 20 Prozent seiner Schulden zurück. Auf den Rest verzichten Stadt und Sportpark. Insgesamt 700.000 Euro haben sie in den Regionalligisten gepumpt. Montagabend versuchte die FPK/SPÖ-Koalition in Klagenfurt noch die entsprechenden politischen Beschlüsse zusammenzubringen.
Das letzte Wort in dem Trauerspiel haben am Dienstag die rund 100 Gläubiger des mit über einer Million Euro überschuldeten Vereins. Stimmen auch sie zu, ist der Spielbetrieb der Austria Klagenfurt bis Ende der Saison 2011/2012 gesichert. Dass es den Verein darüber hinaus gibt, soll eine Gruppe um Ex-GAK-Sportdirektor Peter Svetits garantieren. Sie wollen in die Austria 330.000 Euro investieren.















