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    Zuletzt aktualisiert: 27.05.2011 um 13:46 UhrKommentare

    Letzte Runde im Rechtsstreit der Konkursklubs

    Der Richter schloss am Freitag am Landesgericht Klagenfurt den Prozess zwischen den beiden insolventen Ex-Fußball-Bundesligisten FC Kärnten und SK Austria Kärnten um rund 1,2 Mio. Euro, das Urteil wird in den nächsten Wochen erwartet.

    Foto © APA/Symbolbild

    Ein Zivilprozess um rund 1,2 Mio. Euro zwischen den beiden derzeit im Konkurs befindlichen Kärntner Ex-Fußball-Bundesligisten FC Kärnten und SK Austria Kärnten ist am Freitag am Landesgericht Klagenfurt zu Ende gegangen. Das Urteil von Richter Hubert Müller ergeht allerdings schriftlich, bis zur Bekanntgabe werden noch etwa sechs bis acht Wochen vergehen. Wie das Verfahren ausgeht, war vorerst nicht abzusehen.

    Die Forderungen des FC Kärnten stammen aus dem Jahr 2007, als auf Betreiben des damaligen Landeshauptmanns Jörg Haider in Klagenfurt der oberösterreichische Club Pasching als neuer Kärntner Bundesligist präsentiert wurde. Haider habe damals "aus politisch motivierten Gründen" gehandelt, sagte der am Freitag als Zeuge geladene ehemalige Austria-Präsident Mario Canori. Der damalige Zweitligist FC Kärnten gab Spieler und einen Sponsorvertrag ab und schlitterte Ende 2008 in die Insolvenz, Austria Kärntens Konkurs folgte im Juni 2010.

    Bei der Etablierung des SK Austria Kärnten im Sommer 2007 verzichtete der FC Kärnten auf den bereits bestehenden Sponsorvertrag mit dem Kärntner Energieversorger Kelag. Weiters gab man die Nachwuchsakademie und acht Kampfmannschaft-Spieler ab. Dafür waren Ausgleichszahlungen von letztendlich zwei Mio. Euro vereinbart worden, rund 500.000 Euro sind aber laut Klagseite bis heute nicht geflossen.

    Der Rest des geforderten Betrages betrifft die sogenannte Ausbildungsentschädigung. Immerhin sind im Jahr 2007 rund 150 Nachwuchskicker des FC Kärnten aus der Nachwuchsakademie zur Austria Kärnten transferiert worden. "Eine zusätzliche Ausbildungsentschädigung wäre im Widerspruch zu unserer Vereinbarung gestanden", sagte Ex-Austria-Präsident Canori. Es sei nämlich ausgemacht gewesen, dass bei einem Verkauf eines aus der Akademie entwachsenen Spielers der Erlös zwischen beiden Clubs geteilt worden wäre. Eine explizite schriftliche Verzichtserklärung auf die Ausbildungsentschädigung sei allerdings nie unterschrieben worden. Es sei ja ausgemacht gewesen, die Akademie "mit allen Rechten und Pflichten" zu übernehmen, so Canori.

    Die erste schriftliche Vereinbarung zwischen dem FC Kärnten und dem SK Austria Kärnten war am 6. Juni 2007 übrigens im Büro des damaligen Landeshauptmanns zustande gekommen. Austria-Masseverwalter Roland Grilc fordert deshalb, den damaligen Haider-Büroleiter und nunmehrigen Finanzlandesrat Harald Dobernig (FPK) noch als Zeuge zu laden. FC-Kärnten-Masseverwalter Kurt Hirn ortete postwendend den Versuch der "Verfahrensverschleppung." Richter Müller hatte offenbar genug gehört und schloss die Verhandlung. Auf das Urteil darf mit Spannung gewartet werden.

    Quelle: APA

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