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  • 19. September 2014 05:54 Uhr | Als Startseite
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    Zuletzt aktualisiert: 22.04.2011 um 05:02 UhrKommentare

    Politprominenz zu Stadion und SK Austria Klagenfurt

    Um klare Aussagen zur Situation der Austria Klagenfurt und der EM-Arena zu erhalten, stellte die Kleine Zeitung den vier im Klagenfurter Stadtsenat vertretenen Parteien fünf Fragen.

    Foto © APA, Fotolia

    1. Reichten der Stadt Klagenfurt die Vorgänge um den FC Kärnten und die Austria Kärnten nicht. Musste die Stadt mit aller Gewalt wieder einen Fußballklub ins Leben rufen und ist es überhaupt Aufgabe einer Stadt, sich einen Fußballverein zu halten?
    VIZEBÜRGERMEISTERIN MARIA-LUISE MATHIASCHITZ: Das ist nicht unsere primäre Aufgabe, aber ich finde es nicht schlimm, einen Fußballklub zu unterstützen. Wir wollten das Stadion mit Leben füllen und waren überzeugt, dass hier vertrauensvolle Leute am Werk sind, denen es wirklich um den Fußball geht. Ich bin persönlich sehr enttäuscht.
    VIZEBÜRGERMEISTER ALBERT GUNZER: Die Stadt hat nicht mit Gewalt einen Klub ins Leben gerufen. Im Gegenteil. Josef Loibnegger und Hans Slocker legten ein sportliches und finanzielles Konzept vor, baten uns um Hilfe. Wir haben beschlossen, zu helfen. Natürlich ist es nicht Aufgabe einer Stadt, einen Fußballklub zu führen.
    STADTRÄTIN ANDREA WULZ: Wie wir sehen können, haben die Damen und Herren nichts gelernt. Es war der Wille einiger, unbedingt einen neuen Verein zu gründen. Es ist sicher nicht Aufgabe einer Stadt, einen Fußballklub zu führen. Sie soll für die Infrastruktur sorgen.
    STADTRAT PETER STEINKELLNER: Weil wir der Meinung waren, dass das Stadion bespielt werden soll. Mit der Austria Klagenfurt sollte die Fußballtradition in Klagenfurt fortgesetzt werden, das funktioniert zu Beginn nicht ohne öffentliche Unterstützung. Wir haben nur zugestimmt, da durch den Aufsichtsrat eine strenge Kontrolle garantiert war.

    2. Mit dem SAK gibt es in Klagenfurt einen zweiten Regionalligaverein ohne ordentliche Spielstätte. Gab es nie eine Diskussion, ob der SAK nicht die gleiche Förderung von insgesamt 700.000 Euro erhalten soll wie Austria Klagenfurt oder dass dem SAK wenigstens das Spielen in der EM-Arena subventioniert wird?
    MATHIASCHITZ: Wir wollten die Austria-Tradition aufleben lassen, deshalb die Unterstützung. In Zukunft darf es eine solche Unterscheidung nicht mehr geben. Mit einem Grundstück haben wir auch für den SAK eine Lösung gefunden. Meines Wissens will der SAK auch gar nicht im EM-Stadion spielen.
    GUNZER: Es gab in den Gremien eine Diskussion über eine Unterstützung für den SAK, der aber schon lange andere Geldgeber hat. Dem Verein die gleiche Summe wie der Austria zu geben, war nie ein Thema, da die Austria neu gegründet wurde. Dem SAK das EM-Stadion als Spielstätte zu subventionieren kam nie ins Gespräch.
    WULZ: Im Rahmen der Austria-Gründung wurde kurz über den SAK diskutiert. Als es zur Entscheidung kam, durfte ich nicht mehr mitreden. Grundsätzlich sollen aber alle die gleiche Förderung bekommen.
    STEINKELLNER: Das war nie ein Thema, weil der SAK auch gar nicht im EM-Stadion spielen will. Wir wollten einen Verein mit Aufstiegsambitionen unterstützen.

    3. Was erwartet sich die Stadt jetzt noch von der Austria Klagenfurt, hätte es beim Erreichen der sportlichen Ziele auch in den nächsten Jahren noch weiter Geld gegeben?
    MATHIASCHITZ: Nein, die 700.000 Euro waren eine Starthilfe. Wo das hingekommen ist, muss aufgedeckt werden. Dem Aufsichtsrat konnten keine Konzepte vorgelegt werden. Warum wurden Autos geleast, warum gab es Wohnbeihilfen? Das passt nicht zur Regionalliga. Ich habe auch nie gedacht, dass im ersten Jahr der Aufstieg gelingt.
    GUNZER: Nach all den Turbulenzen gibt es keine Erwartungen mehr. Davor gab es Gespräche, den Klub die nächsten drei Jahre finanziell unter die Arme zu greifen. Am Ende sollte der Aufstieg in die höchste Spielklasse stehen, Vorgabe war der Sprung in die Erste Liga.
    WULZ: Erwarten kann man nichts. Es täte mir leid, wenn es zur Pleite kommt, da alle gehofft haben, dass es nach oben geht, das Geld gut angelegt ist. Statt das Geld für, wie ausgemacht, in die Jugend und den Aufbau eines Teams zu investieren, wurde eines zusammengekauft.
    STEINKELLNER: Beim Ansuchen um die Lizenz für die Erste Liga wäre es wohl noch teurer geworden. Jetzt gilt es aber zu klären, wie es in kurzer Zeit zu so einem Desaster kommen konnte. Der Aufsichtsrat hat eklatant versagt. Das Kontrollamt muss alle Rechnungen und Verträge prüfen.

    4. Hat es negative Auswirkungen auf die Stadt und das EM-Stadion, wenn die Austria Klagenfurt pleitegeht?
    MATHIASCHITZ: Ich glaube nicht, dass der Konkurs noch abgewendet werden kann. Am wichtigsten ist, dass die Nachwuchsarbeit weitergeht. Für die Stadionnutzung wird ein Konzept erstellt.
    GUNZER: Ein Konkurs der Austria trifft die Stadt nicht. Wir hielten alle Versprechen ein, haben die ausverhandelten 700.000 Euro überwiesen. Um dem Verein zu helfen, zahlten wir die 150.000 Euro für den St.-Stefan-Ausgleich, aus technischen Gründen, sogar über die Sportpark GmbH aus. Mir ist es egal, ob die Austria in der Regionalliga bleibt oder nicht. Wir stehen aber dem Austria-Nachwuchs bei. Für das Stadion hat eine Pleite keine Auswirkung, wir können auch so Umsatz machen.
    WULZ: Es heißt gleich wieder, in Klagenfurt geht nichts weiter. Für das Image wäre das ganz schlecht, es würde auch die kleinen Vereine demotivieren, die - wegen der Pleite - weniger erhalten.
    STEINKELLNER: Es wird eben keinen Verein mehr geben, der in der Arena spielt. Für eine gewisse Zeit müssen wir das anders überbrücken.

    5. Gibt es einen Zeitpunkt, zu dem man weiß, was mit der EM-Arena wirklich passieren wird?
    MATHIASCHITZ: Nach dem Grönemeyer-Konzert beginnt die Fertigstellung. Für einen Rückbau ist es längst zu spät, das würde der Bund nicht finanzieren.
    GUNZER: Beim Stadion haben wird uns mit der Porr/Alpine auf einen genauen Fahrplan geeinigt. Derzeit prüft der Bund die Unterlagen, erst dann gehen wir damit an die Öffentlichkeit. Ich rechne damit, dass die EM-Arena ab April 2012 permanent bespielbar ist.
    WULZ: Einen genauen Zeitpunkt kenne ich nicht. Bevor wir aber über die Zukunft reden, muss einmal die rechtliche Situation genau geklärt werden. Der Bürgermeister soll endlich alle Karten offen auf den Tisch legen.
    STEINKELLNER: In den nächsten drei bis vier Monaten muss eine Entscheidung fallen, denn jeder Tag verursacht Kosten. Wenn kein wirtschaftliches Konzept vorliegt, ist auch ein Rückbau möglich.


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