15,5 Millionen für das Stadion mit viel Wenn und Aber
Sportminister Darabos sagt 15,5 Millionen Euro für das Klagenfurter Stadion zu: Aber nur, wenn dieses nicht rückgebaut wird und es ein baureifes Projekt gibt.

Foto © Kleine Zeitung/Helmuth Weichselbraun
Mit einer guten Nachricht hat Bürgermeister Christian Scheider (FPK) Mittwoch Klagenfurts Stadtregierung überrascht. Das lang erwartete Schreiben von Sportminister Norbert Darabos (SPÖ) sei im Bürgermeisterbüro eingelangt. In diesem sagt Darabos 15,5 Millionen Euro für die Permanentmachung des Stadions zu. So liest sich die Jubelmeldung in einer Aussendung der Stadt.
Nicht zum Jubeln
Die Realität ist freilich nicht so zum Jubeln: Die 15,5 Millionen gibt es nämlich nur dann, wenn das Stadion nicht (!) rückgebaut wird. Also die Arena samt ihren rund 30.000 Sitzplätzen erhalten bleibt. Zudem ist Voraussetzung für die Geldspritze aus Wien ein behördlich genehmigtes, baureifes, dem EU-Vergaberecht entsprechendes Projekt. Also genau das, was Darabos seit Monaten von der Stadt fordert – und diese bis heute nicht zustande gebracht hat. Obwohl für Scheider & Co. "mit der schriftlichen Darabos-Zusage einer der wichtigsten Schritte für die Stadion-Fertigstellung" getan ist, hat die Stadt keines der vielen Probleme in diesem Zusammenhang gelöst.
So ist nach wie vor völlig offen, ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung für die Groß-Variante notwendig ist. Auch mit den – klagbereiten – Stadionanrainern gibt es nach wie vor keine Einigung. Selbst die genauen Fertigstellungskosten stehen noch in den Sternen. Die Baufirmen Porr und Alpine haben zwar ein All-inclusive-Angebot um rund 15,5 Millionen Euro vorgelegt. Doch wird dieses erst von einem von der Stadt beauftragten Ziviltechnikerbüro geprüft. Und zu guter Letzt hat Scheiders Koalitionspartner SPÖ im März noch den sofortigen Stadion-Rückbau gefordert.
Features
Hilfe aus Wien
Zusage: Bereits im vergangenen Sommer hat Sportminister Norbert Darabos maximal 15,5 Millionen Euro für das Klagenfurter Stadion zugesagt. Ebenso wie Länderspiele.
Bedingungen: Diese Zusage gilt aber nur dann, wenn die Stadt weiß, was sie will und das Stadion in der Variante mit 30.000 Sitzplätzen erhalten bleibt. Zudem muss es ein baureifes, genehmigtes Projekt geben.
















