Spiel der Jugend ohne Hemmung
Austria Kärnten lebt schon zu einem großen Teil vom eigenen Nachwuchs. Der Cup-Hit gegen Rapid (18.15 Uhr) ist eine besondere Herausforderung.

Foto © GEPAPrelogar
Ihr Einsatz hat schon Spuren hinterlassen, denn im "schonungslosen" Umgang mit dem Spiel machen sie auch vor sich selbst nicht halt. Mario Kröpfl etwa spielte mit gebrochenem Unterarm die Partie gegen Ried zu Ende und muss im Cup gegen Rapid passen, Peter Pucker durfte seine Premiere nur zehn Minuten lang feiern, ehe er gegen die Wiener Austria als Folge einer der vielen überzogenen Schiedsrichter-Entscheidungen ausgeschlossen wurde, und trug als Erinnerung an seine erste Begegnung mit Rapid eine Gehirnerschütterung davon. Stefan Hierländer sah schon zwei Mal die Rote Karte, wobei der zweite Platzverweis quasi aufgehoben wurde. Abgesehen von diesen besonderen Vorkommnissen machen die im Verlauf der Meisterschaft immer stärker forcierten Kicker aus der eigenen Akademie auch fußballerisch von sich reden.
Die Jungen sind am Zug
Salzburg soll sich bereits für Hierländer interessieren, aber Austria-Kärnten-Trainer Joe Prelogar winkt ab. "Er bleibt hier, noch zwei Jahre." Die Talentebörse beginnt auf jeden Fall spielerisch Erträge abzuwerfen und die Chance auf zusätzlichen Bonus wird genützt, solange sie noch genützt werden kann. "Es ist schön zu sehen, dass jetzt die Jungen drankommen", sagt auch Rapid-Trainer Peter Pacult, einst FCK-Betreuer. Man müsse aber Geduld haben. "Die Jungen spielen nicht immer gut." Wichtig sei, dass "Ruhe einkehrt" und auch nicht gleich der sofortige Wiederaufstieg verlangt werde.
Der Cup steht nicht nur für die Kärntner, sondern auch für Rapid an oberster Stelle in der Trilogie. "Drei Spiele in acht Tagen gegen die gleiche Mannschaft habe ich noch nie erlebt. Das ist für beide Teams eine sehr schwierige Situation. Aber der Cup ist besonders wichtig", so Pacult, der eine Begünstigung für Rapid durch die Schiedsrichter nicht bestätigen will. "Es spielt ja nicht nur Rapid. Auch in anderen Partien gibt es Fehlentscheidungen, aber Rapid polarisiert eben stark."
















