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    Zuletzt aktualisiert: 16.02.2010 um 07:40 UhrKommentare

    Ein ganzer Fußballklub auf illegalen Beinen?

    In Bayern erhärtet sich der Verdacht, dass Jörg Haider für den Hypo-Alpe-Adria-Verkauf Fußball-Millionen verlangte. Lizenz-Deal für SK Austria Kärnten könnte somit illegal finanziert sein.

    Club-Präsident Canori: "SOKO kann in die Bücher schauen"

    Foto © GepaClub-Präsident Canori: "SOKO kann in die Bücher schauen"

    Es handelt sich um einen akuten Notfall sportlicher und wirtschaftlicher Natur. Aber noch ist er aktiv, der Klub, der vor knapp drei Jahren bereits zum Spielball der Politik geworden ist. Viele Euro-Millionen wurden hineingepumpt in den SK Austria Kärnten und schon seit geraumer Zeit krault die bayrische Justiz den Geldflüssen hinterher. Bei Einvernahmen von Managern in München und Berlin hat sich nun der Verdacht der Korruption erhärtet.

    Wie berichtet, sollen zwei Millionen Euro nur deswegen nach Kärnten transferiert worden sein, weil dies eine Bedingung Jörg Haiders für den Verkauf der Hypo Alpe Adria an die Bayrische Landesbank gewesen sein soll. Bei Einvernahmen durch die Staatsanwaltschaft München haben laut Süddeutsche Zeitung betroffene Manager den Vorgang zugegeben. Die genannte Summe sei demnach von der Berliner BayernLB-Tochter DKB überwiesen worden und zwar - besonders bemerkenswert - erst 2009, nach Haiders Tod. Die Münchner Staatsanwaltschaft geht dabei von Bestechung aus.

    Die Kärntner Klubverantwortlichen geben sich ahnungslos. Präsident Mario Canori verwies gestern auf den fünf Millionen Euro schweren Sponsorvertrag mit der Hypo. Darüber hinaus sei in diesem Zusammenhang kein Geld geflossen. "Es ist alles belegbar. Die Staatsanwaltschaft oder die SOKO kann jederzeit Einsicht in unsere Bücher nehmen. Aber bis jetzt hat sich dafür niemand interessiert", so Canori. Drei Millionen vom dem Geld seien laut Canori an Pasching geflossen, als die Lizenz von Passching nach Klagenfurt zum SK Austria Kärnten wanderte. Erst Haiders Lizenz-Deal hielt Kärnten in der obersten Spielklasse. Gibt es hier einen Zusammenhang mit den Millionen aus Bayern, würde ein ganzer Fußballklub auf illegalen Beinen stehen.

    Weitere Sponsoren an der Angel?

    Aus Canoris Sicht sei alles korrekt gelaufen. Über mögliche interne Vorgänge sei ihm nichts bekannt. Haider habe ihm gegenüber wenige Monate vor dessen Tod nur angedeutet, weitere Sponsoren an der Angel zu haben. Die zwei Millionen könnten nachträglich als Teil der fünf Austria-Millionen an die Hypo überwiesen worden sein. Wer für die späte Zahlung verantwortlich zeichnet, ist vorläufig noch nicht bekannt. In München ist die Rede davon, dass die BayernLB-Tochterbank DKB eine "Unterbeteiligung" zum Sponsorvertrag der Hypo mit dem SK Austria Kärnten eingegangen sei.

    In die Ermittlungen hat sich nun auch die Klagenfurter Justiz eingeschaltet, wie Staatsanwalt Helmut Jamnig bestätigte. Kärntens ÖVP-Chef Josef Martinz, der gemeinsam mit Haider den Hypo-Verkauf an die BayernLB durchgezogen hatte, wird inzwischen der Boden unter den Füßen heiß. "Sollte als Begleitung des Hypo-Verkaufs Geld an den Kärntner Bundesligisten geflossen sein, war das ein Alleingang des damaligen Landeshauptmannes Haider", beteuerte Martinz gestern und forderte die Prüfung der Finanzen des SK Austria Kärnten. Landeshauptmann Gerhard Dörfler wollte die Causa nicht kommentieren: "Ich habe damit nichts zu tun."

    HUBERT GIGLER, ADOLF WINKLER

    SK Austria Kärnten

    2007 verkaufte der oberösterreichische Bundesliga-Klub Pasching unter der Führung des Unternehmers Franz Grad die Erstliga-Lizenz nach Kärnten. Daraufhin erfolgte unter Federführung des verstorbenen Landeshauptmannes Jörg Haider die Gründung des SK Austria Kärnten.

    Klagenfurter Stadion

    Im Juni desselben Jahres verkaufte der neue Klub die Namensrechte für das Klagenfurter Stadion für zehn Jahre an die Hypo Alpe Adria und erhielt dafür die komplette Vertragssumme von fünf Millionen Euro. Seither heißt das Stadion Hypo Group Arena. Staatsanwälte prüfen, ob zwei Millionen dafür von der BayernLB-Tochter DKP flossen.

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