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Zuletzt aktualisiert: 09.02.2010 um 18:00 UhrKommentare

Kein Konzept, kein Termin, kein Geld

Am Mittwoch erklärt Austria-Boss Mario Canori seinen Kickern, warum sie ihr Jänner-Gehalt nicht bekommen. Landeshauptmann Gerhard Dörfler schimpfte über Klubführung.

Klubpräsident Mario Canori und Landeshauptmann Gerhard Dörfler

Foto © GEPAKlubpräsident Mario Canori und Landeshauptmann Gerhard Dörfler

Am Donnerstag sollten sich die deutschen Investoren mit Landeshauptmann Gerhard Dörfler treffen und über einen Einstieg beim SK Austria Kärnten sowie die Übernahme der Infrastrukturkosten für die Hypo Group Arena reden. Doch dieses Gespräch wird es nicht geben. "So lange ich keine Bankgarantie und kein Konzept zur Fortführung des Klubs auf dem Tisch habe, gibt es keinen Termin mit mir. Ich bin doch kein Kasperl", schimpfte der Landessportreferent, "Präsident Mario Canori ist säumig, seit Jänner weiß er, dass ich ein Konzept will. Es ist alles schon so peinlich."

"Der Klub wird desaströs geführt"

Einmal in Fahrt legte der Landeshauptmann gleich nach: "Der Klub wird desaströs geführt. Geld für ein Trainingslager ist da, aber für die Angestellten nicht." Canori gibt auch zu, dass es "im Moment Liquiditätsprobleme gibt. Da wir die Akademie und die Infrastruktur vorfinanzieren mussten, ist der Kreditrahmen bei der Hypo ausgereizt, konnten wir die Jänner-Gehälter nicht auszahlen". Am Mittwoch stellt sich der Klubchef den Spielern, lässt sie eine Stundungserklärung unterschreiben: "Darin verpflichten sich die Kicker, das Gehalt bis Ende Juni nicht einzuklagen. Das ist auch mit der Spielergewerkschaft abgesprochen. Außerdem ist es für einen Großteil der Mannschaft nichts Neues, dass sie auf ihre Gagen warten muss." Canori beruhigt auch alle, die meinen es sei gleich Schluss: "Gerechtfertigt vorzeitig austreten können die Akteure nur, wenn sie länger als drei Monate kein Geld bekommen. Das wird nicht passieren, da in den nächsten Wochen wieder Bares herein kommt."

Apropos Bares: Solches gäbe es fort, zumindest 800.000 Euro, wenn die deutschen Investoren einsteigen würden. "Die Gruppe signalisierte mir, ja sagte mir fast zu - wir kommen, wenn Land und Stadt die Infrastrukturkosten übernehmen", teilte Canori mit. Bis es so weit ist, dürfte es aber noch dauern. Lang Zeit bleibt allen Beteiligten nicht, denn in fünf Wochen muss der Lizenzantrag bei der Bundesliga abgegeben werden.

JOSCHI KOPP

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