Nach neuen Tönen das alte Lied
Austria Kärnten wehrte sich bei der Wiener Austria unter Neo-Trainer Joze Prelogar, verlor aber 0:1 und liegt schon elf Punkte zurück.

Foto © ReutersAm Ende Glück für Wiener
Sie setzten ein Lebenszeichen, aber es fiel zu schwach aus, um im Überlebenskampf eine markante Spur zu legen. Und so gab es nach den neuen Tönen vor dieser Partie vom Ergebnis her das alte Lied, nämlich eine Niederlage. Bei der Premiere von Neo-Trainer Joze Prelogar musste sich Austria Kärnten dem Namensvetter aus Wien 0:1 beugen, und dass ein Unentschieden durchaus im Bereich des Möglichen lag, hilft der Position nicht auf die Sprünge. Weil Marc Sand eine ihm gebotene sogenannte hundertprozentige Chance nicht nützte, verschlechterte sich die Situation sogar noch durch den Kapfenberger Sieg gegen Wiener Neustadt. Elf Punkte beträgt nun schon die Differenz zwischen Sein und Nichtsein in der Bundesliga und vor der Winterpause gibt es nur noch zwei Möglichkeiten für eine Aufstockung des schmalen Punktekontos. "Wir haben nun acht Tage Zeit, und dann wollen wir gegen den Lask drei Punkte machen", versuchte sich Prelogar nach dem Spiel in Zweckoptimismus. Am darauffolgenden Freitag folgt zum Herbstfinale noch der schwere Gang nach Salzburg.
Sehr defensiver Beginn
Die Kärntner begannen im Horr-Stadion sehr defensiv, mit nur einer eher stumpfen Spitze, Wolfgang Mair. Es bedurfte aber eines amateurhaften Ballverlustes durch Schembri, um in Rückstand zu geraten. Sulimani nützte den Fehler des sehr schwachen Maltesers, versetzte Riedl und schoss zum 1:0 für die Violetten ein. Die Wiener hatten mehr Spielanteile und auch einige weitere gute Gelegenheiten, aber die Kärntner hielten sich mit einer disziplinierten Leistung und viel Laufarbeit im Match.
Der neue Trainer hielt sich ständig in der Coaching Zone auf und versuchte zu dirigieren. Er brachte einen zweiten Stürmer und in der zweiten Hälfte hätte es dann beinahe geklappt mit einem Treffer, doch der eingewechselte Sand brachte den Ball nach einem Corner aus kurzer Distanz nicht ins Tor. Gleich zweimal binnen zwei Sekunden wehrte Liendl auf der Linie ab. Das Erfolgserlebnis blieb aus, aber immerhin lieferten die Kärntner den Wiener Austrianern nach der Pause einen gleichwertigen Kampf.
CLAUS HOLLMANN
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Spieldaten
FK Austria Wien - SK Austria Kelag Kärnten Endstand 1:0 (1:0)
Horr-Stadion, 7.512 Zuschauer, SR Studer/Schweiz
Tor: 1:0 (35.) Sulimani
Gelbe Karten: Keine bzw. Schembri, Dollinger, Blanchard
Austria: Safar - Standfest (45. Krammer), Dragovic, Ortlechner,Suttner - Klein, Baumgartlinger, Liendl, Sulimani (68. Vorisek) -Junuzovic - Diabang (79. Schumacher)
Kärnten: Weber - Riedl, Hiden, Zivny, Prawda - Hinum, Blanchard,Schembri (52. Hierländer), Kaufmann (59. Sand) - Dollinger (81. Pink)- Mair

















