Slowene Joze Prelogar soll A. Kärnten retten
Der Nachfolger von Frenkie Schinkels bei Austria Kärnten ist ein Überraschungsmann. Zuletzt betreute der Slowene einen Drittligisten.

Foto © Helmuth Weichselbraun/KLZJoze Prelogar
Am Mittwoch kam Bewegung in den so lange trägen Apparat, und dann ging alles ganz schnell. Einen Tag nach dem ersten Kontakt waren die Berührungsängste aus dem Weg geräumt und der neue Trainer des SK Austria Kärnten bestellt. Als der Name die Runde machte, weckte er wohl Erinnerungen, löste aber gleichzeitig Rätselraten aus. Joze Prelogar lautete die allgemein Überraschung hervorrufende Entscheidung. Einst spielte der heute 50-Jährige bei Austria Klagenfurt, als Trainer kann er als beste Referenz den Assistentenposten im slowenischen Nationalteam vorweisen. Das genügte weitestgehend für den Einser-Job beim Bundesliga-Schlusslicht, denn zuletzt betreute Prelogar einen Klub auf Kärntner Landesliga-Niveau. Der unterschriebene Vertrag läuft bis Saisonende und verlängert sich im Fall des Klassenerhalts um ein weiteres Jahr.
Bjelica: "Schade"
Am Donnerstagnachmittag bewegten sich die Spieler zum ersten Mal unter den Anweisungen des neuen Mannes, vorerst bis Ende der Herbstsaison noch assistiert von Roman Stary und Hannes Reinmayr. Seine Schnelldiagnose, auch auf Basis von zwei Spielbeobachtungen: Der Mannschaft fehle es an Kraft und an taktischer Disziplin. Was er sich erwartet? "Ich glaube fest daran, dass wir es noch schaffen können, ich bin Optimist." Das Arbeitspensum für die Kicker wird fast verdoppelt, ab kommender Woche gibt es zwei tägliche Übungseinheiten. Schon am Samstag erfolgt mit dem Gastspiel bei der Wiener Austria die Matchpremiere.
Nicht zum Zug kam Nenad Bjelica, der den Job gerne übernommen hätte und Donnerstagvormittag die Absage erhielt. "Schade, ich habe schon meinen Plan bis Juni vorgelegt." Den Ausschlag soll die finanzielle Frage gegeben haben, für Bjelica nicht nachvollziehbar. Laut seinen Aussagen hätte er die Hälfte der Schinkels-Gage und ein Drittel dessen kassiert, was einst Walter Schachner bekam. Es sollte nicht sein.
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Handshake mit CanoriFoto © Helmuth Weichselbraun/KLZ
Zur Person
Geboren: 5. März 1959 in Laibach/Slowenien
Familienstand: Verheiratet, zwei Töchter
Vereine als Spieler:
Rudar Velenje (1977-1980), NK Olimpija Laibach (1980-1983), NK
Marburg (1983-1986), NK Olimpija Laibach (1986-1987), Austria
Klagenfurt (1987-1992), NK Novo Mesto (1991-1992), NK Publikum Celje
(1992-1993), NK HIT Gorica (1993-1994), NK Laibach (1994-1995), ASK
Klagenfurt (1995-1996), NK Ivancna Gorica (1996-1998)
Vereine als Trainer:
NK Ivancna Gorica (SLO/1998-2001), NK Olimpija Laibach
(SLO/2001-2003), Slowenischer U-17 Nationaltrainer (2002-2003),
Slowenischer U-18 Nationaltrainer (2003-2004), Slowenischer
Teamchef-Assistent (2004-2007), NK Interblock Laibach (SLO/2007),
NK Radomlje (SLO/2007-2009)
Größte Erfolge:
Als Spieler: Viermal Slowenischer Meister, ebenso oft Topscorer in
der Liga
Als Trainer: EM-Qualifikation mit Sloweniens U-17-Team,
EM-Qualifikation mit Sloweniens U-21-Team
Branko Oblak (62)
war jugoslawischer Teamspieler (WM 74), spielte in der deutschen Bundesliga (Schalke, Bayern/Meister) , beendete seine Karriere beim SV Spittal.
Von 2004 bis Ende 2006 war er slowenischer Teamchef.

















