Das lange Warten auf den neuen Austria-Coach
Es ist kein einfaches Unterfangen, einen Fußball-Trainer zu finden. Und so dauert die Suche von Austria Kärnten nach einem Schinkels-Nachfolger nun schon um einiges länger als vorgesehen. Bjelica soll Favorit sein.

Foto © GEPANenad Bjelica
Der Slowene Bojan Prasnikar, Ex-Trainer von u. a. Maribor und Cottbus, kam tatsächlich in die engere Wahl, er wollte sich aber mit seiner Entscheidung noch Zeit lassen, um zunächst persönlich mehr Infos über den Klub zu erhalten und dürfte inzwischen wieder aus dem Rennen sein. Aufsehen erregte ein Prozess gegen einen slowenischen Journalisten. Dieser hatte vor Jahren berichtet, Prasnikar habe während dessen Zeit bei Maribor von einem Manager Geld dafür verlangt und erhalten, bestimmte Spieler einzusetzen. Prasnikar strengte eine Verleumdungsklage an, ein erstinstanzliches Urteil gegen den Journalisten wurde erst heuer im Frühjahr wieder aufgehoben. Laut Prasnikar, der das Verfahren dann nicht weiter verfolgte, sei ihm das Geld angeboten worden, er habe aber abgelehnt.
Bjelica in der "Pole Position"
So trat Mittwochabend neuerlich der Vorstand zusammen, um über den neuen Mann zu beraten. Vorerst blieben Georg Zellhofer und Nenad Bjelica in aussichtsreichster Position, wobei einiges für Letzteren spricht. Bjelica, der schon seit Dienstag im Lande weilt, hat sich als Trainer in Fachkreisen inzwischen einen guten Ruf erworben und ist außerdem schon vor geraumer Zeit in Kärnten sesshaft geworden. Der FC Lustenau legt ihm nichts in den Weg. Wie auch immer die Entscheidung ausfällt, die Zeit wird langsam knapp, denn schon am Samstag wartet die Wiener Austria auf die Kärntner.
















