Ein Treffer, eine Rote und ein Punkt
In einem äußerst dramatischen und emotionsgeladenen Kellerduell trennten sich Austria Kärnten und Kapfenberg mit 1:1. Ein glücklicher, aber zugleich auch teuer bezahlter Punkt für die Obersteirer.

Foto © GEPASencar (links) gegen Blanchard
Letzter gegen Vorletzter - Austria Kärnten gegen Kapfenberg war nichts für schlechte Nerven und bot alles was man von einem Kellerduell erwartet. viele rassige Szenen, Tore, einen Ausschluss, Verletzungsdramen und am ein 1:1, mit dem die Kapfenberger mehr als glücklich sein können.
Aber der Reihe nach. Die Kärntner wollten sich sich gegen Kapfenberg den Frust von der Seele schießen und die rote Laterne an die Obersteirer abgeben. Die wiederum wollten gegen das Schlusslicht unbedingt das Toreschießen neu erlernen. Ein Kunststück, dass der Truppe von Werner Gregoritsch in der 37. Minute auch gelang. Routinier Deni Alar nützte ein fürchterliches Blackout von Kärntens-Abwehr Routinier Martin Hiden und drehte jubelnd ab - der erste Treffer für Kapfenberg seit 438 Minuten. Den "Falken" fiel ein riesiger Stein vom Herzen, Trainer Werner Gregoritsch freute sich ausgelassen an der Seitenoutlinie, fast hatte man den Eindruck, die Kapfenberger hätten den Meistertitel gewonnen.
Angriffswelle
Die Führung ging durchaus in Ordnung. Austria Kärnten präsentierte sich in der ersten Hälfte, abgesehen von einem Stangenschuss von Matthias Dollinger in der 18. Minute, hypernervös, teilweise chaotisch. Ein Bild, das sich nach der Pause schlagartig änderte. Die Kärntner Angriffswelle schwoll von Minute zu Minute an. Aber immer wieder war KSV-Tormann Raphael Wolf ein unüberwindbarer Fels in der Brandung. 25 Kärnten-Torschüsse zählten die Statistiker am Ende, nur einer ging ins Tor. In der 74. Minute war Wolf gegen Sandro machtlos.
Schwalbenkönig
Zu diesem Zeitpunkt waren die Kapfenberger nur noch zu zehnt. Abwehrchef Milan Fukal hatte in der 59. Minute nach einer Schwalbe von Dollinger die gelb-rote Karte gesehen. Der Tscheche ist im nächsten Heimspiel gegen die Wiener Austria am kommenden Mittwoch aber nicht der einzige Ausfall. Auch der zweite Innenverteidiger fehlt. Andreas Rauscher musste in der 56. Minute verletzt raus, wie Kärnten-Goalie Andreas Schranz bereits nach 24 Minuten. Bei einem schauerlichen Crash zwischen Wolf und Andre Schembri in der 82. Minute gab's noch Elferalarm. Für Schembri ging's ins Krankenhaus. Der letzte Ausfall an diesem Abend, denn dann war Schluss.
HUBERT GIGLER
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Spieldaten
SK Austria Kelag Kärnten - Kapfenberger SV Superfund 1:1 (0:1)
Klagenfurt, Hypo Group Arena, 6.254, SR Drachta
Torfolge:
0:1 (38.) Alar
1:1 (75.) Sandro
Gelb-Rot: Fukal (59.)
Gelbe Karten: Dollinger bzw. Schönberger, Wolf
Kärnten: Schranz (25. H. Weber) - Troyansky, Hiden, Zivny - Hinum,Blanchard, Dollinger, Prawda - Mair (46. Kaufmann), Schembri (85.Sand), Sandro
Kapfenberg: Wolf - Gansterer, Rauscher (56. Schönberger), Fukal,Schellander - Majstorovic - Schmid, Sencar, Heinz (63. Siegl),Felfernig - Alar (75. Kozelsky)


















