Über-Macht: Kärnten gegen Salzburg
David Schinkels grüßt Goliath Huub Stevens. Das Duell Kärnten - Salzburg ist ein ungleiches, aber die Bilanz ist für den SK Austria positiv.

Foto © GEPATrainer Schinkels
Beim Personal herrscht Gleichstand. 27 Spieler hat der SK Austria Kärnten in seinem Kader, theoretisch zumindest. "Das muss reichen", sagt Präsident Mario Canori. Mehr zu bieten hat selbst Red Bull Salzburg nicht, auch der Tabellenführer der Bundesliga verfügt über 27 spielende Mitglieder. Damit ist aber, abgesehen vom ebenfalls gleichwertigen Stadion, das zahlenmäßige Mitspracherecht der Kärntner auch schon erschöpft.
Während die Gastgeber mit einem Budget von sechs Millionen Euro ihr vergleichsweise bescheidenes Dasein fristen müssen, stehen den Salzburgern de facto unbegrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung. Ofiziell wird die Summe geheim gehalten, doch nach inoffiziellen Angaben beläuft sich das Budget der Red-Bull-Truppe auf etwa 40 Millionen Euro.
Sparsam
Dennoch wurde im Vorfeld mit den Euros verhältnismäßig sparsam umgegangen, die Salzburger versuchten sich als Schnäppchenjäger. Der slowakische Teamspieler Dusan Svento war mit 1,5 Millionen die teuerste Neuerwerbung. Er zählt schon zu den Leistungsträgern in der Mannschaft, ebenso wie der heuer besonders beständige Kamerun-Teamkicker Somen Tchoyi.
Zu einem holländischen Duell kommt es auf der Trainerbank. Salzburgs Huub Stevens, 55, gilt jedoch nicht als typischer Vertreter der niederländischen Schule. Disziplin und Ordnung stehen als Grundpfeiler in einem eher defensiv ausgerichteten System. Aber just wenige Tage vor dem Spiel in Klagenfurt sind die Salzburger auf Touren gekommen, vor allem der zuvor im Vergleich zum Vorjahr noch harmlose Marc Janko mit zwei Toren. Beim 4:2-Erfolg über Sturm Graz vermochte der Titelfavorit auch spielerisch einigermaßen zu überzeugen.

















