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Zuletzt aktualisiert: 25.07.2009 um 20:14 UhrKommentare

KSV vs. A. Kärnten steht für Emotion und Leidenschaft

Kapfenberg gegen Austria Kärnten heißt auch Werner Gregoritsch gegen Frenkie Schinkels. Zwei Trainer, die die Spieler begeistern können.

KSV-Trainer Gregoritsch

Foto © GEPAKSV-Trainer Gregoritsch

Von solchen Typen lebt die Bundesliga. Werner Gregoritsch ist ehemaliger Lehrer. In seinem Bücherschrank stehen Lehrbücher über Motivation und Psychologie. Keine Frage: Der Mann kennt sich aus im Trainer-Geschäft. In Kapfenberg ist man dabei, Gregoritsch ein Denkmal zu bauen: der Grazer schaffte mit den "Falken" im Vorjahr aus heiterem Himmel den Aufstieg in die Bundesliga und hielt dort als Achter - was noch die größere Überraschung war - die Klasse.

Wie Frenkie Schinkels von Widerpart Austria Kärnten gilt Gregoritsch als einer, der Mannschaften motivieren, das Letzte aus ihr herauskitzeln kann. Kurzum: es sind zwei ähnlich gestrickte Trainer, für die die Spieler durch dick und dünn gehen. Die für Emotion und Leidenschaft stehen. "Der Werner ist ein Trainer mit Herzblut", beschreibt Schinkels seinen Kollegen. Gregoritsch wiederum zieht den Hut vor dem gebürtigen Holländer, mit dem er die Trainerausbildung begonnen hat: "Was der in Klagenfurt erreicht hat, muss ihm erst einmal einer nachmachen." Spätestens ab 19.30 Uhr ist es mit den Freundlichkeiten vorbei, wenn in Kapfenberg das "Duell der Sieglosen" steigt. Beide Mannschaften haben ihr Auftaktmatch verloren. "Die Klagenfurter recht unglücklich", wie Gregoritsch registrierte. Ähnlich, befanden selbst neutrale Zuschauer, erging es den Steirern auch gegen Ried (0:1).

Der leichteste Gegner?

Dennoch: nach Wiener Neustadt und Rapid (in einer Woche) gilt Kapfenberg von der Papierform her als der leichteste Gegner der Austria in der Anfangsphase der Meisterschaft. Aber auch das ist relativ. "Kapfenberg ist längst keine graue Maus mehr", lautet nämlich die Schinkels-Begutachtung. Sowohl sportlich als auch wirtschaftlich. Der Klub hätte sich in der Bundesliga etabliert und an Kreativität gewonnen. Vor allem dank Marek Heinz. Der tschechische Nationalspieler, im Sommer zu den Steirern gestoßen, ist dabei, sich als Lenker und Denker zu profilieren. Laut Trainer Gregoritsch brauche er allerdings noch eine gewisse Zeit, um sich zu finden. Das gilt auch für beide Mannschaften.

Wer Schinkels aufmerksam macht, dass die Austria seit 18. März (4:2 gegen Sturm Graz) nicht mehr gewonnen hat, dem antwortet der Austria-Trainer, dass die neue Saison erst begonnen hat. Und dafür eine neue Mannschaft zuständig ist. Wenn die Klagenfurter am Sonntagvormittag zur Dienstreise aufbrechen, werden auch die zuletzt nicht gesunden Sandro und Kaufmann in den Autobus steigen. Dass sie von Beginn an aufgeboten werden, ist aber eher unwahrscheinlich.


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