Ein Franzose zieht die Fäden
Austria Kärnten musste sich sammeln. Hoffnungsträger Jocelyn Blanchard.

Foto © ReutersBlanchards anfängliche Skepsis gegenüber dem Kader hat sich gelegt.
Der Weg von Austria Kärnten in die neue Saison war ein steiniger. Mit einer Klage des einstigen Bruderklubs FC Kärnten am Hals und belastet durch enorme Infrastruktur-Kosten, drohte der Verein zu versinken. Zudem wurde das Team von einer Abwanderungswelle ungeheuren Ausmaßes erfasst. Leistungsträger wie Junuzovic, Weber, Ortlechner und - schon im Winter - Torjäger Adi ließen Kärnten aufgrund lukrativer Angebote hinter sich, was zu einem akuten Personalmangel in der Stammelf, aber immerhin zu einer Einsparung von 1,2 Millionen Euro führte.
Zuverlässigste Spieler
In dieser Not erinnerte sich Frenkie Schinkels an seine Zeit als Trainer von Austria Wien und an zwei seiner damals zuverlässigsten Spieler. Beide wurden mit dem Ende der vergangenen Saison im violetten Plan nicht mehr berücksichtigt, nämlich Jocelyn Blanchard, 37, und Fernando Troyansky, 31. Den Franzosen schätzt der Sportchef als "Führungsspieler, der die Mannschaft in den Vordergrund stellt" und auch in der Lage ist, dies umzusetzen. Spielerisch und verbal. Troyansky wiederum ist der Typ, der "an jeden Kampf herangeht". Demnach haben sich die Kärntner ein ideales Paar geangelt. Blanchards anfängliche Skepsis bezüglich der mangelnden Qualität des Kaders habe sich im Verlauf der Vorbereitung aufgrund des Mannschaftsklimas gelegt. Aber der "Ausnahmespieler" fehlt dem Team. Zumindest ein Mann wird von Schinkels noch gesucht. Das Anforderungsprofil: Österreicher, Stürmer, am besten Goalgetter, und natürlich möglichst billig.
















