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Zuletzt aktualisiert: 13.03.2008 um 14:28 Uhr

Stranzl startet mit Spartak in die dritte Moskau-Saison

Der Burgenländer spricht vor dem ersten Saisonauftritt von einem "heißen Duell".

Martin Stranzl ist optimistisch

Foto © GEPAMartin Stranzl ist optimistisch

Aus der Innenverteidigung des ÖFB-Teams ist Martin Stranzl ebenso wenig wegzudenken, wie aus der zentralen Defensive des russischen Top-Clubs Spartak Moskau. Am Sonntag startet der Burgenländer in seine dritte Saison für die Russen, nach zwei zweiten Plätzen in Folge wäre auch er dem Titel nicht abgeneigt. Schon der Saisonauftakt hat es freilich in sich: Die "Rot-Weißen" gastieren in St. Petersburg, treten gegen Meister Meister Zenit an.

Heißes Duell. Kein Wunder, dass Stranzl vor dem ersten Saisonauftritt von einem "heißen Duell" sprach. Der Meister vom finnischen Meerbusen empfängt schließlich seinen "Vize", der sich nach dem ersten Titel seit 2001 sehnt. "Es wird Zeit", findet auch Stranzl, der aber keinen Druck verspüren will. "Jeder hier weiß, worum es geht." Ein besonderes Duell ist Zenit - Spartak aber auch aufgrund der finanziell-organisatorischen Konstellation: Denn während die St. Petersburger vom Erdgas-Giganten Gazprom gesponsert werden, pumpt der Mineralöl-Konzern Lukoil seine Millionen in Spartak. Und schließlich ist das vom Niederländer Dick Advocaat gecoachte Zenit auch der einzige Club, der die Dominanz der Moskauer Vereine Spartak, ZSKA und FK zu durchbrechen vermochte.

Optimistisch. Stranzl jedenfalls ist optimistisch: "Wir haben im Vorjahr gegen Zenit gut abgeschnitten", betonte der 27-Jährige, der St. Petersburg in der abgelaufenen Meisterschaft mit dem auch "Fleisch" genannten Team (einst kamen die Spieler hauptsächlich aus der Gewerkschaft der fleischverarbeitenden Industrie) sowohl zu Hause als auch in der Fremde schlug. Auf dem Transfermarkt hat sich Spartak vergleichsweise bescheiden gegeben und nur punktuell verstärkt. Der Argentinier Maidana (Stranzl: "Ein sehr guter Techniker und schnell") soll im Mittelfeld den zum Stadtrivalen und Rachimow-Tatar-Verein Lok Moskau abgewanderten russischen Teamspieler Torbinski ersetzen, erst am Mittwoch sicherte man sich für kolportierte 4 Millionen Euro die Dienste des Deutschen Linksverteidigers und zweifachen DFB-Teamspielers Malik Fathi von Hertha Berlin.

Uefa-Cup-Niederlage. Das bittere Aus im Uefa-Cup, in dem die Moskauer in der Runde der letzten 32 unglücklich an Olympique Marseille gescheitert war, sei bereits abgehakt. "Nein, das hat der Mannschaft überhaupt keinen Knacks gegeben, weil wir ja eigentlich gut gespielt haben", ist sich Stranzl sicher. Für die Meisterschaft erwartet er ein offenes Rennen: Neben Spartak und Zenit hat er auch Rubin Kasan, ZSKA sowie FK Moskau und Sowjetow Samara auf der Rechnung.

Treffen mit Scharner. Nicht äußern will sich Stranzl hingegen zum Treffen zwischen Österreichs Teamchef Josef Hickersberger und dem in die ÖFB-Elf rückkehrwilligen England-Legionär Paul Scharner am vergangenen Sonntag. In der Vergangenheit hatte er sich ja durchaus kritisch zum "Geparden" geäußert. "Ich habe davon gelesen, werde das aber nicht beurteilen. Vonseiten der Spieler gibt es dazu nichts zu sagen. Das ist unnötig. Da werden dann nur wieder irgendwelche Dinge hineininterpretiert."


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