Der FC Magna sucht noch eine Heimat
Mit Wienerberg und dem FC Magna (früher Schwanenstadt) will Frank Stronach zwei Talenteschmieden etablieren. FC Magna wartet aber noch auf Aufnahme in einen Landesverband. Doch noch Geld für Austria?

Foto © APAFrank Stronach
Die langjährige "Ehe" zwischen Frank Stronach und der Wiener Austria wird sich ja mit Ende der Saison in eine lose Freundschaft umwandeln. Der scheidende Veilchen-Mäzen wird sich stattdessen vermehrt um eigene Projekte kümmern und hat sich aus diesem Grund neben dem Regionalliga-Ost-Klub Wienerberg auch noch die Lizenz des Red-Zac-Klubs Schwanenstadt gesichert.
Einsätze für Junge. Was Stronach genau vorhat, erklärt Peter Svetits, der zusammen mit Ernst Neumann als Projektchef die Fäden zieht. Beide Klubs, Wienerberg und Ex-Schwanenstadt, das den Namen FC Magna tragen wird, sollen vor allem jungen heimischen Spielern die Möglichkeit auf Einsätze bieten - die Idee des "Tiger Teams" lebt.
Keine Fusion. "Wobei sie kooperieren sollen, aber nicht fusioniert werden. Wienerberg bleibt in der Regionalliga und dort sollen vor allem die jüngeren Talente aus der Akademie spielen, die noch nicht reif für die Red Zac sind. Dort können sie mehr lernen, als in der U19-Liga", erklärt Svetits.
Probleme. Die Spielwiese der älteren und reiferen Jungkicker soll der FC Magna sein, bei dem es aber noch ein kleines Problemchen gibt. "Obwohl es eine Bundesliga-Mannschaft ist, muss sie auch einem Landesverband angehören und da warten wir noch auf die Aufnahme in Wien oder Niederösterreich", so der frühere GAK-Präsident und -Manager.
Warten auf Entscheidung. Woran es sich spießt? "Keine Ahnung, denn wir haben alle entsprechenden Anträge fristgerecht und vollständig abgegeben. Aber wir rechnen mit einer Entscheidung in den nächsten Tagen. Muss ja sein, denn am 15. März müssen die Lizenzunterlagen eingereicht werden, und da muss auch der Standort mitangeben werden", so Svetits.
Kein Thema. Das Angebot des SV Ried, man könne ja übergangsweise auch im Innviertel spielen, ist für Stronach laut Svetits kein Thema: "Die haben ja nur eine Annonce aufgegeben, aber das ist uninteressant. Wir haben für 2008/09 bereits die Südstadt als Spielstätte angemietet." Gleichzeitig will Stronach das Stadion in Wiener Neustadt bundesligareif umbauen und später dort eine neue Heimat finden.
Lizenzen und Kooperationen. Und die Austria? "Wir kooperieren bei der Akademie. Die Austria hat die Lizenz, Magna die Infrastruktur in Hollabrunn. Die Austria bleibt der Trägerverein der Akademie", so Svetits. Also kein Geld mehr für die Profis? "Das habe ich so nicht gesagt, aber es wird gespart."
Features
Stronach & Austria
1. August 1998: Frank Stronach tritt erstmals als Austria-Mäzen in Aktion, finanziert Michael Wagner.
13. Oktober 1999: Grundsatzvereinbarung mit Magna über 40 Millionen S im Jahr.
21. November 2005: Stronach kündigt an, den Betriebsführungsvertrag zu lösen - 19 Monate Zeit, Zukunft zu regeln.
30. Juni 2007: Betriebsführungsvertrag ausgelaufen, Magna nur noch Austria-Sponsor.
Dezember 2007: Magna kündigt als Hauptsponsor.


















