Lachnummer Real und ein neuer Held
Schalke-Goalie Manuel Neuer brachte seinen Klub ins Viertelfinale der Champions League und rettete seinem Trainer vorläufig den Job.

Foto © ReutersDie Spieler von AS Roma im Siegestaumel
Zum vierten Mal in Serie hieß es für Real Madrid im Achtelfinale der Champions League Abschied nehmen. "Ein schwerer Schlag", war Kapitän Raul nach dem 1:2 gegen den AS Roma am Boden zerstört. Zusätzlich gab es auch noch die obligaten medialen Ohrfeigen für das fußmarode weiße Ballett. "Real ohne Ideen" schrieb die Tagezeitung "El Mundo".
Elferkiller Neuer. Trainer Bernd Schusters Konzept wurde durchgehend als "verheerend" eingestuft und für "Marca" sind der Deutsche und Real-Boss Ramon Calderon schlicht eine "Lachnummer". Wirklich lachen kann dagegen Manuel Neuer. Der 21-jährige Schalke-Goalie, der in der aktuellen Saison mehr als einmal in der Kritik stand, begeisterte im Rückspiel gegen den FC Porto mit unglaublichen Reflexen und Weltklasse-Paraden. Ihm hatten es die Knappen zu verdanken, dass sie es in Porto überhaupt in die Verlängerung und das Elfmeterschießen geschafft haben.
Weltklasseleistung. Dort setzte Neuer dann sogar noch einen drauf, parierte zwei Elfmeter und sicherte Schalke so zum ersten Mal den Einzug ins Viertelfinale. "Manuel hat mit seiner Weltklasseleistung großen Anteil daran, dass das Lachen wieder in die Gesichter zurückgekehrt ist", stellte Trainer Mirko Slomka fest. Vor allem für sein Lächeln ist Neuer verantwortlich, hat er ihm doch den Job gerettet. "Slomka bleibt bis zum Saisonende unser Trainer", stellte sich Präsident Josef Schnusenberg nach dem Triumph hinter den Trainer.
Handschlag verweigert. Ganz vom Tisch dürfte die Sache damit aber nicht sein, denn was passiert nach dem Sommer? Schließlich hat Slomka Vertrag bis 2009. Trotz des Aufstiegs war aber nicht alles eitel Wonne. Kevin Kuranyi verweigerte Slomka bei der Auswechslung den Handschlag. "Es tut mir leid. Ich war so kaputt, ich habe den Trainer nicht gesehen."





















