Mehr Pfeifen braucht das Land
Der ÖFB will mit einer großen Image-Kampagne das Ansehen der Schiedsrichter aufpolieren und 1000 neue "Pfeifenmänner" rekrutieren.

Foto © GEPAKonrad Plautz
Die Schiedsrichter pfeifen aus dem letzten Loch. Und damit sind jetzt nicht die umstrittenen Entscheidungen der letzten Runden in der Bundesliga gemeint. "Uns fehlen 1000 Schiedsrichter", schlägt Reinhard Nachbagauer vom ÖFB Alarm. An der Qualität mangelt es indes nicht. "Sieben Kollegen sind international tätig, mit Konrad Plautz haben wir sogar einen unter den Top Ten in Europa.
Frau im Einsatz. Und mit Tanja Schett haben wir auch eine Frau, die in der Frühjahrssaison in der Ersten Liga zum Einsatz kommen wird", erklärt Gerhard Kapl, Chef der ÖFB-Schiedsrichterkommission. Warum hapert es dann mit dem Nachwuchs? "Das Image ist schlecht", erklärt Kapl. Und so kann im Nachwuchs nicht jedes Spiel mit ausgebildete Referees besetzt werden. "Gerade im hier wären aber gute Leute aus pädagogischen und sozialen Gründen sehr wichtig." Daher startet der ÖFB jetzt die Kampagne "Karriere mit Pfiff" um Nachwuchs zu rekrutieren. Dabei soll das Ansehen der Schiedsrichter verbessert werden.
Gegen Videobeweis. "Als FIFA-Schiedsrichter sieht man viele Länder. Und vor 42.000 Fans an der Liverpooler Anfield Road einzumarschieren ist auch für einen Schiri ein unvergessliches Erlebnis", rührt Stefan Meßner die Werbetrommel. 75 Registrierungen hat es in den ersten beiden Tagen unter www.schiri.at bereits gegeben. Geht es nach dem Steirer, werden auch seine Nachfolger auf den Videobeweis verzichten müssen, den der Deutsche Markus Merk wieder angeregt hat. "Ich bin - wie die FIFA - dagegen, weil auch am Video in kurzer Zeit nicht alles eindeutig zu entscheiden ist. Außerdem soll es vom WM-Finale bis zur ersten Klasse für alle die gleichen Möglichkeiten geben."




















