Jancker sorgte für späten Mattersburg-Sieg
Die Burgenländer drehten einen 0:1-Rückstand um.

Foto © APACarsten Jancker traf zum 2:1
Der SV Mattersburg hat das Siegen doch nicht verlernt. Die
Burgenländer feierten am Samstagabend nach zuletzt acht Spielen ohne
vollen Erfolg in der 25. Runde der Fußball-Bundesliga gegen den FC
Wacker Innsbruck einen knappen 2:1-(0:1)-Heimsieg. Andreas Hölzl
brachte den Tabellen-Neunten zwar per Kopf in Führung (35.), Michael
Mörz (59.) und Carsten Jancker (80.) drehten die Partie allerdings
noch zugunsten der Lederer-Elf, die mit 35 Punkten nach wie vor auf
Rang sechs liegt.
Mit viel Elan. Beide Teams gingen mit viel Engagement in die Partie und sorgten
damit für eine flotte Anfangsphase. Innsbrucks Windisch setzte sich
gegen Csizmadia und SVM-Goalie Borenitsch durch, sein Flachschuss von
links aus spitzem Winkel landete allerdings nur an der Stange (2.).
Eine Minute später hatten die Burgenländer, die diesmal wieder mit
einem 3-5-2-System antraten und bei denen Cem Atan trotz der Gerüchte
um einen Vorfall in einem Wiener Neustädter Szenelokal aufgeboten
wurde, bereits ihre größte Chance in der ersten Hälfte, ein
Naumoski-Stangelpass fand aber keinen Abnehmer (3.).
Übergewicht. Nach einer Viertelstunde erarbeiteten sich die Hausherren
allmählich ein spielerisches Übergewicht, gefährlich in den Strafraum
kamen sie aber genauso wenig wie die Innsbrucker. Völlig überraschend
gingen daher die Gäste in Führung: Eine gefühlvolle Lindström-Flanke
über die Mattersburger Abwehr hinweg verwertete der von Csizmadia
alleingelassene Hölzl per Kopf (35.). Für den 22-Jährigen, der die
Rolle des gesperrten Wacker-Regisseurs Vaclav Kolousek übernahm, den
Tschechen aber keineswegs vollwertig ersetzen konnte, war es der
zweite Saisontreffer.
Vorentscheidung verpasst. Daraufhin hatte Peter Orosz die Vorentscheidung auf den Beinen,
ein Volleyschuss des Stürmers, der von Ungarns Teamchef Peter Varhidi
beobachtet wurde, strich allerdings um Zentimeter am Tor von
Borenitsch vorbei (40.). Zur Pause wurde Innsbrucks Andreas Schrott,
der sein 100. Bundesligaspiel absolvierte, durch Schreter ersetzt.
Zu defensiv. Nach dem Seitenwechsel beschränkten sich die Innsbrucker darauf,
die Führung zu verwalten, was sich schnell rächte. Nach einem
Csizmadia-Eckball und einer Kopfball-Verlängerung des aufgerückten
Sedloski staubte der am langen Eck völlig freistehende Mörz aus
kurzer Distanz zum 1:1 ab (59./9. Saisontreffer).
Mehr Spielanteile. Auch in der Folge hatten die Burgenländer mehr Spielanteile und
wurden für ihre vermehrten Offensivbemühungen noch belohnt. Eine
weite Csizmadia-Flanke nahm Jancker mit der Brust an und traf mit
einem Volleyschuss unhaltbar für Wacker-Goalie Pavlovic ins lange Eck
(80.). Der Deutsche, der beim 2:1 von einem indisponierten Thorsten
Knabel profitierte, allerdings auch seine Klasse aufblitzen ließ,
erhöhte damit sein Saisontorkonto auf zehn Treffer.
Serie gerissen. Für Wacker, das nun in den vergangenen sechs Spielen gegen
Mattersburg nicht gewonnen hat, war es die erste Niederlage in den
vergangenen acht Runden, zuletzt hatte die Kraft-Elf gegen den LASK
am 31. Oktober verloren (0:5).
Features
Fotoserie
Ergebnis
SV Mattersburg - FC
Wacker Innsbruck Endstand 2:1 (0:1).
Mattersburg, Pappelstadion,
4.500, SR Steindl.
Torfolge:
0:1 (35.) Hölzl
1:1 (59.) Mörz
2:1 (80.) Jancker
Mattersburg: Borenitsch - Csizmadia, Sedloski, Mravac - Atan,
Kühbauer, Mörz, Schmidt, Fuchs - Naumoski (71. T. Wagner), Jancker
Wacker: Pavlovic - Mimm, Feldhofer, Knabel, Schrott (46. Schreter) -
Hölzl (83. Martin Dollinger), Hattenberger, Lindström, Windisch -
Orosz, Aganun (63. Samwald)
Gelbe Karten: Kühbauer, Fuchs, Naumoski, Mravac bzw. Schrott,
Aganun, Knabel, Hölzl
Die Besten: Mörz, Fuchs bzw. Hölzl, Lindström




















