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Zuletzt aktualisiert: 23.02.2008 um 20:34 Uhr

Jancker sorgte für späten Mattersburg-Sieg

Die Burgenländer drehten einen 0:1-Rückstand um.

Carsten Jancker traf zum 2:1

Foto © APACarsten Jancker traf zum 2:1

Der SV Mattersburg hat das Siegen doch nicht verlernt. Die Burgenländer feierten am Samstagabend nach zuletzt acht Spielen ohne vollen Erfolg in der 25. Runde der Fußball-Bundesliga gegen den FC Wacker Innsbruck einen knappen 2:1-(0:1)-Heimsieg. Andreas Hölzl brachte den Tabellen-Neunten zwar per Kopf in Führung (35.), Michael Mörz (59.) und Carsten Jancker (80.) drehten die Partie allerdings noch zugunsten der Lederer-Elf, die mit 35 Punkten nach wie vor auf Rang sechs liegt.

Mit viel Elan. Beide Teams gingen mit viel Engagement in die Partie und sorgten damit für eine flotte Anfangsphase. Innsbrucks Windisch setzte sich gegen Csizmadia und SVM-Goalie Borenitsch durch, sein Flachschuss von links aus spitzem Winkel landete allerdings nur an der Stange (2.). Eine Minute später hatten die Burgenländer, die diesmal wieder mit einem 3-5-2-System antraten und bei denen Cem Atan trotz der Gerüchte um einen Vorfall in einem Wiener Neustädter Szenelokal aufgeboten wurde, bereits ihre größte Chance in der ersten Hälfte, ein Naumoski-Stangelpass fand aber keinen Abnehmer (3.).

Übergewicht. Nach einer Viertelstunde erarbeiteten sich die Hausherren allmählich ein spielerisches Übergewicht, gefährlich in den Strafraum kamen sie aber genauso wenig wie die Innsbrucker. Völlig überraschend gingen daher die Gäste in Führung: Eine gefühlvolle Lindström-Flanke über die Mattersburger Abwehr hinweg verwertete der von Csizmadia alleingelassene Hölzl per Kopf (35.). Für den 22-Jährigen, der die Rolle des gesperrten Wacker-Regisseurs Vaclav Kolousek übernahm, den Tschechen aber keineswegs vollwertig ersetzen konnte, war es der zweite Saisontreffer.

Vorentscheidung verpasst. Daraufhin hatte Peter Orosz die Vorentscheidung auf den Beinen, ein Volleyschuss des Stürmers, der von Ungarns Teamchef Peter Varhidi beobachtet wurde, strich allerdings um Zentimeter am Tor von Borenitsch vorbei (40.). Zur Pause wurde Innsbrucks Andreas Schrott, der sein 100. Bundesligaspiel absolvierte, durch Schreter ersetzt.

Zu defensiv. Nach dem Seitenwechsel beschränkten sich die Innsbrucker darauf, die Führung zu verwalten, was sich schnell rächte. Nach einem Csizmadia-Eckball und einer Kopfball-Verlängerung des aufgerückten Sedloski staubte der am langen Eck völlig freistehende Mörz aus kurzer Distanz zum 1:1 ab (59./9. Saisontreffer).

Mehr Spielanteile. Auch in der Folge hatten die Burgenländer mehr Spielanteile und wurden für ihre vermehrten Offensivbemühungen noch belohnt. Eine weite Csizmadia-Flanke nahm Jancker mit der Brust an und traf mit einem Volleyschuss unhaltbar für Wacker-Goalie Pavlovic ins lange Eck (80.). Der Deutsche, der beim 2:1 von einem indisponierten Thorsten Knabel profitierte, allerdings auch seine Klasse aufblitzen ließ, erhöhte damit sein Saisontorkonto auf zehn Treffer.

Serie gerissen. Für Wacker, das nun in den vergangenen sechs Spielen gegen Mattersburg nicht gewonnen hat, war es die erste Niederlage in den vergangenen acht Runden, zuletzt hatte die Kraft-Elf gegen den LASK am 31. Oktober verloren (0:5).


Fotoserie

Ergebnis

SV Mattersburg - FC Wacker Innsbruck Endstand 2:1 (0:1).
Mattersburg, Pappelstadion, 4.500, SR Steindl.

Torfolge:
0:1 (35.) Hölzl
1:1 (59.) Mörz
2:1 (80.) Jancker

Mattersburg: Borenitsch - Csizmadia, Sedloski, Mravac - Atan, Kühbauer, Mörz, Schmidt, Fuchs - Naumoski (71. T. Wagner), Jancker

Wacker: Pavlovic - Mimm, Feldhofer, Knabel, Schrott (46. Schreter) - Hölzl (83. Martin Dollinger), Hattenberger, Lindström, Windisch - Orosz, Aganun (63. Samwald)

Gelbe Karten: Kühbauer, Fuchs, Naumoski, Mravac bzw. Schrott, Aganun, Knabel, Hölzl

Die Besten: Mörz, Fuchs bzw. Hölzl, Lindström

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