Vogts ließ Vertrag als Nigeria-Coach platzen
Berti Vogts hat kein Vertrauen mehr in den nigerianischen Verband.

Foto © APBerti Vogts
Berti Vogts hat seinen bis 2010 laufenden Vertrag als Trainer der nigerianischen Nationalmannschaft nach 13 Monaten im Amt fristlos gekündigt. Als Grund gab der Deutsche das Verhalten des Verbandes rund um den Afrika-Cup an. "Die Maßnahmen und das Verhalten der Nigerian Football Association während und nach dem Afrika-Cup haben einer weiteren Zusammenarbeit jedes Vertrauen entzogen", erklärte der 61-Jährige.
Keine Einzelheiten. "Die Arbeit mit den Spielern hat mir sehr viel Spaß gemacht. Sie hat mir auch die Freude am Fußball zurückgegeben", sagte Vogts. Einzelheiten über die Vorkommnisse und über das Zerwürfnis mit Nigerias Verbandspräsident Sanni Lulu wollte er nicht nennen. Allerdings hatte Lulu mit Äußerungen in Richtung des Deutschen einer Trennung Vorschub geleistet.
Nachfolger. Als potenzielle Nachfolger von Vogts werden die nigerianischen Ex-Profis Stephan Keshi und Sunday Oliseh, der für den 1. FC Köln, Borussia Dortmund und den VfL Bochum spielte, gehandelt.
Karriere. Für den 96-fachen DFB-Teamspieler war Nigeria die fünfte Cheftrainer-Station. Von 1990 bis 1998 war er deutscher Teamchef und feierte mit dem Gewinn der Europameisterschaft 1996 seinen größten Erfolg. Danach folgten Kurzgastspiele in Leverkusen (November 2000 bis Mai 2001) und als Nationalcoach von Kuwait. Sein Engagement als schottischer Teamchef (2002 bis 2004) endete nach dem Scheitern in der Qualifikation für die WM 2006 in Deutschland.
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Testspiel
Die Nigerianer fungieren am 27. Mai in Graz als vorletzter Testspiel-Gegner des ÖFB-Teams vor Beginn der Heim-EM.




















