Milan hat Europa würdig vertreten
Der Champions-League-Sieger feierte bei der Klub-WM einen verdienten 4:2-Erfolg über die Boca Juniors, Gewinner der Copa Libertadores.

Foto © GepaDer AC Milan machte sich zum alleinigen Rekordhalter im Welt-Fußball
Der AC Milan hat sich mit einem 4:2-Finalsieg gegen die Boca Juniors gestern zum ersten Mal den Titel bei der Klub-WM gesichert. Filippo Inzaghi, der den Mailändern bereits die Champions League gewonnen hatte, war in Yokohama mit zwei Toren Matchwinner für die Italiener. Milan sicherte Europa damit den ersten Gewinn des seit 2005 ausgetragenen Turniers.
Eigentor. Die weiteren Milan-Treffer erzielten Alessandro Nesta und der überragende Kaka nach einem spektakulären Solo über das halbe Spielfeld. Der Brasilianer legte außerdem beide Tore von Inzaghi auf. Für das Team aus Buenos Aires trafen Rodrigo Palacio und der Italiener Massimo Ambrosini per Eigentor. Nach dem Triumph im Aufeinandertreffen des Siegers der europäischen Champions League mit dem Copa-Libertadores-Champion tritt Milan damit die Nachfolge von Internacional Porto Alegre an.
Alleiniger Rekordhalter. Die Klub-WM wird seit 2005 anstelle des Weltcup-Finales in Japan ausgespielt, in dem seit 1960 der Europacupsieger der Landesmeister und der Gewinner der südamerikanischen Copa Libertadores gegenüber standen. Diesen Titel konnten die "Rossoneri" dreimal gewinnen, zuletzt im Jahr 1990. Mit vier Finalsiegen in beiden Wettbewerben sind die Italiener damit alleiniger Rekordhalter. Milan gelang außerdem die Revanche für die Weltcup-Niederlage gegen die Boca Juniors im Jahr 2003 (1:3 n. E.).
England. Die Gunners von Arsenal haben die Tabellenspitze in der Premier League verteidigt. Und das in eindrucksvoller Manier. Gegen Meister Chelsea gab es einen 1:0-Sieg. Auch ManU siegte bei Liverpool mit 1:0.
Deutschland. Der Kniefall von Ivan Klasnic im Anschluss an sein erstes Pflichtspieltor nach mehr als 13 Monaten sagte alles. Das Comeback des Jahres war perfekt, den 27-jährige Bremen-Stürmer überwältigten seine Gefühle. "Ich habe fünf Sekunden nachgedacht, ich musste das erst begreifen", erzählte der Kroate nach dem 5:2 der Bremer gegen Leverkusen. Das Happy End nach einem Leidensjahr mit einer gescheiterten und einer gelungenen Nierentransplantation inszenierte Klasnic mit einem Doppelpack (30., 63.) selbst. "Ich habe es meiner Familie versprochen, wieder ein Tor zu machen."


















