"Ich bleibe in der Welt der Realisten"
Sturms Erfolgstrainer Franco Foda (44) möchte von der verrückten Idee "Meistertitel" gar nichts hören.

Foto © GEPADer Jubel nach dem Mattersburg-Spiel: "Eine Momentaufnahme"
Runde für Runde sorgen die Sturm-Spieler seit Beginn der Meisterschaft für Furore, begeistern mit ihren spielerischen Darbietungen Fans sowie Experten gleichermaßen und liegen nach 21 Runden sensationell auf dem zweiten Tabellenplatz. Und das, obwohl die Grazer vor der Saison nicht weniger als 14 Spieler abgeben mussten. Für Präsident Hans Rinner war der 2:1-Erfolg über Mattersburg am Samstagabend "der schönste Sieg in meiner Ära". Selbst der sonst so zurückhaltende Franco Foda ließ diesmal seinen Gefühlen freien Lauf. Wie beurteilt der erfolgreiche Trainer die derzeitige Situation?
Erfolgsgeheimnis. Fußball ist harte, kontinuierliche Arbeit. Jeder Trainer hat natürlich seine eigenen Ideen. Aber diese werde ich in der Öffentlichkeit sicher nicht preisgeben. Die Mannschaft ist das Geheimnis. Es ist schön zu sehen, wie sich die Spieler entwickeln. Sie kommunizieren immer besser und lassen sich auf dem Platz auch nichts mehr gefallen, wie man gegen Mattersburg gesehen hat. Der Zusammenhalt ist sicher ein großes Plus. Jeder ist für jeden da.
Foto

Impulsiv: Franco FodaFoto © GEPA
Tabellenplatz zwei. Das ist eine schöne Momentaufnahme. Die Mannschaft hat sich diese Platzierung verdient, weil sie derzeit sehr gut spielt. Im Fußball muss man die Dinge so nehmen, wie sie sind. Die Meisterschaft ist so ausgeglichen. Mit zwei Niederlagen bist du schon wieder irgendwo im Mittelfeld.
Zielsetzung. Ich bleibe dabei. Unser Ziel ist ein Platz zwischen Rang vier und sieben. Ich ändere meine Pläne selten. Vielleicht dann, wenn wir fünf Runden vor Schluss noch immer auf Platz zwei stehen.
Meistertitel. Ich bin ein bisserl verrückt, aber so verrückt auch wieder nicht. Ich bleibe in der Welt der Realisten, nicht der Fantasten. Solange die Austria und Salzburg von Gönnern leben, ist der Titel weit, weit weg.
Transfers. Wenn eine Mannschaft guten Fußball zeigt, kommen die Beobachter. Das ist ganz normal. Ich würde die Mannschaft gerne halten, weil ich nicht kurzfristig plane, sondern langfristig. Sollte der eine oder andere gehen, kann man auch nichts machen.
Stimmung. Auch in den Champions-League-Zeiten war die Stimmung großartig. Was mich derzeit sehr beeindruckt, ist, dass teilweise das ganze Stadion bei den Gesängen mitmacht. Wir haben darüber auch in der Kabine gesprochen.
Features
Foto

Mario Haas traf zum Ausgleich gegen MattersburgFoto © GEPA
Weitere Spiele
Freitags-Spiel
Foto

Schrecksekunde: Mattersburg jubelt über das 1:0Foto © GEPA





















