Einmal nach Kärnten und retour
Ein feuchtfröhlicher Fußball-Ausflug des Fanklubs Blackstorm. Sogar Sebastian Prödl sang lautstark mit.

Foto © GEPA
Ein Bus. Ein Chauffeur. 40 Sturmfans. Ein Ziel: Klagenfurt. Im Bus des Fanklubs Blackstorm sind 40 von insgesamt 7000 Steirern, die ihr Team nach Kärnten begleiten. Ein paar Grazer, großteils Oststeirer. Vom Stubenbergsee zum Wörthersee.
Bier und kein Wasser.
Ein netter Nachmittagsausflug. Zu trinken gibt es nur ein Getränk: Bier. Kein Wasser, keinen Himbeersaft. Deshalb werden schon bei der Busfahrt eifrig alle Schlachtgesänge geübt. Und die Stimme weiter geölt. Das Bier fließt und die erste Pause wird dringend nötig. Am nächsten Parkplatz ist Halt. Da hält schon ein anderer Sturm-Bus. Nicht nur das Stadion sollte später fest in Grazer Hand sein, auch die Parkplätze entlang der Pack kennen an diesem Nachmittag nur die Farben Schwarz und Weiß. "Da sind ja sogar Frauen dabei", staunen die Jungs von Blackstorm.
Der Blackstorm-Bus ist glücklicherweise früh dran und die oststeirischen Sturm-Knofel entkommen dem Stau-Chaos. Dafür
gibt es ab der Autobahnabfahrt Begleitschutz von der Polizei.
Geduld beim Einlass.
Beim Stadion angekommen hieß es einmal, sich in Geduld zu üben. Die Sicherheitskräfte sind leicht überfordert und auch im Stadion kommen Zweifel auf, ob hier im nächsten Sommer alle Euro-Spiele auch wirklich perfekt abgewickelt werden können. Der Stehplatzsektor für die Sturm-Fans ist total überfüllt, bei vielen wurden die Karten nicht einmal kontrolliert. Als sich die Fans im zweiten Rang einen zusätzlichen Sektor öffnen, greift die Polizei ein.
Solidarität.
Unter den Sturm-Fans herrscht Solidarität. "Samma schwoaz, samma weiß", die neue Hymne, gehört auch in Klagenfurt zum guten Ton. Dass es aus dem halben Stadion zurückhallt, freut den harten Sturm-Kern. Einer, der normal auf dem Rasen steht, verbrüdert sich diesmal mit den Sturm-Fans: Sebastian Prödl, verletzter Turm in der Abwehr, ist stimmkräftiger Unterstützer seiner Mannschaftskollegen.
"Nachtanken".
In der Pause ist "Nachtanken" angesagt, die Hot Dogs sind ausverkauft. Zum Start der zweiten Hälfte lassen die Fans zumindest keinen Zweifel daran, wer den Ton angibt. Und jetzt zündet auch die Mannschaft, es geht ja in Richtung "Heimtor". Das 0:0 ist von den Fans schnell verziehen. Schießlich geht's bei einer Fanfahrt nicht nur um Fußball. Und so fließt bei der Heimfahrt im Bus wieder das eine oder andere Bier . . .




















