Auf der Suche nach der Stabilität
Auch in Mattersburg ist der SK Austria Kärnten wieder zum Improvisieren gezwungen. Sorgen wegen Fidjeu und Chiquinho.

Foto © GEPAWalter Schachner hat Verletzungssorgen
Was hat Mattersburg dem SK Austria Kärnten voraus? Einiges. Punkte zum Beispiel, zehn an der Zahl. Auch mit aktuellen Teamspielern können die Burgenländer aufwarten, wie Christian Fuchs oder Michael Mörz. Dann dürfen sie auf einen Routinier der Extra-Klasse namens Didi Kühbauer zurückgreifen. Vor allem aber verfügt der Tabellenvierte über etwas, das die Mannschaft von Walter Schachner bisher vergeblich gesucht hat, nämlich Stabilität. Schon seit einigen Jahren ist der Kern des von Franz Lederer betreuten Klubs so gefestigt, dass sich die Gegner daran permanent die Zähne ausbeißen.
Auf alle Fälle punkten.
Am Samstag muss Austria Kärnten ins Pappel-Stadion und will auf alle Fälle punkten. Dies gehörte im bisherigen Saisonverlauf zu den Raritäten, denn die Performance in der Fremde ließ mit vier Zählern aus acht Spielen sehr zu wünschen übrig. Zudem gibt es wieder einige Ausfälle zu kompensieren. Thierry Fidjeu-Tazemeta klagt über Knieschmerzen, was Schachner Kopfweh bereitet.
Ratlosigkeit.
"Ich weiß nicht, was ihm fehlt, der Arzt hat nichts festgestellt", so der Trainer, etwas verstimmt. Der Afrikaner wird jedenfalls therapiert. Adam Ledwon ist mit neun gelben Karten Spitzenreiter der T-Mobile-Bundesliga und gesperrt. Gernot Plassnegger zwickt die Wade, in unmittelbarer Nähe zur Achillessehne, die eingerissen war. Noch rekonvaleszent sind Marcel Ketelaer, Alexander Hauser und nun auch Sandro Zakany. Peter Kabat ist von einer Angina geschwächt. "Es sind keine Muskelverletzungen, am Training kann es also nicht liegen", sagt Schachner, dem die personellen Sorgen grobe Falten ins Gesicht zeichnen. "Wie sollen wir stabil werden, wenn wir jede Runde zu Umstellungen gezwungen werden?"
Verstimmung
Verstimmt ist auch Chiquinho, der heute wieder auf der Bank Platz nimmt. "Ich verstehe nicht, warum ich nicht dran komme", so der gebürtige Brasilianer, dessen Einsatz lange von einem wunden Zahn verhindert worden war. "Ich habe zwei Monate verloren, erst dann ist man draufgekommen, weil ich selbst initiativ geworden und nach Deutschland gefahren bin", so der Spieler, der es "akzeptiert, aber nicht endlos warten" will. "Er hat mich im Training noch nicht überzeugt", erklärt Schachner.















