Comeback von Wakui?
Warum im Derby in Kapfenberg beide Teams Köpfchen beweisen wollen, warum es schon wieder ein Heimspiel für Heinz Thonhofer ist, und warum es heute ab 18 Uhr wieder knistern könnte.

Foto © GEPAHeinz Thonhofer
Aller guten Dinge sind drei. Nach Heimspielen in Leoben und Bad Aussee hat Heinz Thonhofer heute schon wieder Heimvorteil. Diesmal in Kapfenberg - und der Grund ist ein geographischer. Der Aussee-Trainer wohnt in Mixnitz bei Pernegg, nur wenige Kilometer von Kapfenberg entfernt. Echten Heimvorteil erwartet er sich deswegen zwar keinen, "es werden aber wohl mehr Freunde und Bekannte kommen", schätzt Thonhofer.
Das waren noch Zeiten.
Nach drei Jahren bei Leoben und elf Jahren bei Sturm Graz war Thonhofer zwischen 1993 und 1997 auch vier Jahre Spieler und Kapitän der Kapfenberger. "Aus dieser Zeit sind nur noch zwei übrig geblieben: Tormanntrainer Franz Sever, damals unser Goalie, und Masseur Ewald Zarnhofer." Aus der aktuellen Truppe kennt Thonhofer dafür Daniel Reiter sehr gut, der noch in der Vorsaison bei Aussee gespielt hat.
Comeback von Wakui?
Sorgen im Ausseerland: Thomas Stadlers Unterkieferbruch wurde mittlerweile operiert, er fehlt aber heute. Pavol Vavrik könnte eine Pause bekommen, so würde Hidetoshi Wakui aufrücken. "An sich brauche ich aber große Spieler, weil Kapfenberg eine kopfballstarke Mannschaft hat." Ein Drittel der 18 KSV-Tore haben Bernsteiner und Co. mit Köpfchen erzielt. Kopfballtore und Unkonzentriertheiten wie zuletzt will Thonhofer unterbinden. "Die Realität hat uns eingeholt, wir stehen auf einem Abstiegsplatz. Unsere Tugenden lauten aber Moral und Charakter, wir kommen da wieder heraus."
Spannung.
Spannend wird heute auch, wie die Heimfans auf Trainer Werner Gregoritsch reagieren, und wie es zwischen dem "Roten" Gregoritsch und dem "Schwarzen" Thonhofer knistert. Nach seinem Auszucker gegen Gratkorn bekam Gregoritsch übrigens nur 100 Euro Strafe, das "Schmalz" für Schiedsrichter Rothmann (vier Spiele Sperre) war heftiger. Beim KSV ist David Sencar nach seiner Sperre wieder mit dabei. Gregoritsch warnt: "Aussee ist eine charakterstarke Mannschaft, die zuletzt sehr unglücklich verloren hat. Das wird ein schwieriges Spiel, aber wir agieren offensiv und wollen siegen."




















