Serie A: Die Jagd auf Inter Mailand ist eröffnet
Das Trio AS Roma, Juventus Turin und AC Milan will Inter den Titel in dieser Saison streitig machen. Und die Traditionsklubs Genoa und Napoli feiern ein Comeback.

Foto © ReutersAlexandre Pato kam für 22 Millionen Euro zu den "Rossoneri"
Mit der Rückkehr dreier Traditionsclubs sowie der
Jagd auf Meister Inter Mailand startet Italiens Fußball am Samstag
ins "Jahr null" nach einer durch Punkteabzüge und den Nachwehen des
Spielabsprachen-Skandals überschatteten Saison. Rekordchampion
Juventus Turin will schon im ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg in
die Serie A im Titelrennen mitreden, auch "Vize" AS Roma und
Champions-League-Triumphator AC Milan machen sich berechtigte
Hoffnungen auf den "Scudetto".
Wundervoll. "Die Serie A wird wundervoll werden und durch die großen
Mannschaften, die zuletzt gefehlt haben, auch herausfordernder und
prestigeträchtiger", meinte Juventus' neuer Coach Claudio Ranieri vor
dem Auftakt. Ein Alleingang von Inter, das nach dem am Grünen Tisch
zugesprochenen Titel 2006 in der Vorsaison mit einer Rekordpunktezahl
(97 Zähler) die 15. Meisterschaft der Club-Geschichte unter Dach und
Fach brachte, dürfte ausgeschlossen sein.
Erster Titel. Bereits am vergangenen Wochenende knöpfte die Roma den
"Nerazzurri" ausgerechnet im Mailander San Siro mit einem 1:0-Erfolg
im Supercup den ersten Titel ab. "Die Meisterschaft startet in einer Woche und wir müssen von Anfang an Gas geben", meinte Inter-Routinier Javier Zanetti nach der
Niederlage.
Stadtrivale. Nach dem "Handicap-Start" 2006 mit acht Minuszählern peilt
Stadtrivale Milan in dieser Saison höhere Ziele an. Mit dem
brasilianischen Ausnahme-Talent Alexandre Pato, der um 22 Mio. Euro
von Internacional nach Italien wechselte, verzeichneten die
"Rossoneri" den teuersten Einkauf.
Juve. Einige Verstärkungen im Rennen um den Scudetto holte auch
Aufsteiger Juventus. Die Turiner verpflichteten um knapp 44 Mio. Euro
das Quartett Tiago (Lyon), Vincenzo Iaquinta (Udinese), Jorge Andrade
(La Coruna) und Sergio Almiron (Empoli), Zdenek Grygera (Ajax) und
Hasan Salihamidzic (Bayern) kamen ablösefrei.
Features
Krise?
Viele Serie-A-Clubs plagen Finanzsorgen, namhafte Neuzugänge sind Mangelware - im Gegenteil: UEFA-Cup-Starter Fiorentina und Livorno gaben mit den Teamstürmern Luca Toni (Bayern München) und Cristiano Lucarelli (Schachtjor Donezk) ihre Torjäger ins Ausland ab
Foto

Juve-Coach Claudio RanieriFoto © AP


















