Roland Linz ist heiß auf den Startschuss in Portugal
"Es wird eine Zeit brauchen, bis wir uns eingespielt haben", sagt Linz über die zahlreichen Transfers seines Klubs Boavista. Markus Berger startet mit Coimbra in die Saison.

Foto © APAuch in der neuen Saison will Linz möglichst oft jubeln
Roland Linz startet am Sonntag in seine zweite
Saison in der portugiesischen Fußball-Meisterschaft, der
ÖFB-Teamstürmer gastiert mit Boavista Porto bei Uniao Leiria. Was vom
Tabellenzehnten der vergangenen "bwinLIGA" diesmal zu erwarten ist,
kann Linz vor dem Auftakt schwer einschätzen. "Es hat im Sommer
zahlreiche Zu- und Abgänge gegeben. Wir haben eigentlich eine
komplett neue Mannschaft. Es wird eine Zeit brauchen, bis wir uns
eingespielt haben", meinte der 26-Jährige.
Wertvollster Kicker. Im Sommer hatte es einige Anfragen für Linz von Clubs außerhalb
Portugals gegeben, doch die Verhandlungen scheiterten an der
Ablösesumme. Linz hat nach seinem Transfer von der Wiener Austria im
Sommer 2006 einen Dreijahresvertrag beim kleinen Stadtrivalen des FC
Porto unterzeichnet, mit einem Marktwert von 4,2 Mio. Euro ist der
Österreicher der mit Abstand wertvollste Kicker im Kader der
Schwarz-Weißen.
Ähnlich stark. Ob die Reise diesmal in die Nähe eines Europacup-Platzes führen
wird, könne man erst nach fünf, sechs Runden sagen. "Ich hoffe, dass
uns ein halbwegs guter Start gelingt." Über die Stärke der Truppe von
Coach Jaime Pacheco meinte Linz: "Wahrscheinlich ähnlich stark wie
vergangene Saison."
Zehn Treffer. In der vergangenen Meisterschaft hatte Linz 10 der insgesamt 32
Boavista-Treffer erzielt, also knapp ein Drittel. Wie viele es
diesmal werden sollen, darauf will sich der Freund von
Spitzenschwimmerin Fabienne Nadarajah nicht festlegen: "Ich bin nicht
der Typ, der großartig eine Toranzahl verspricht. Man wird sehen."
Feststeht auf jeden Fall, dass sein Coach Pacheco ein
Defensivverfechter ist. "Wir sind schon eher defensiv eingestellt",
weiß Linz, der für die nächsten Jahren keine Rückkehr in die
T-Mobile-Bundesliga geplant hat.
Konkurrenz im Griff. Im Titelkampf werden wohl einmal mehr die üblichen Verdächtigen FC
Porto, Benfica Lissabon und Sporting Lissabon die Konkurrenz sicher
im Griff haben. Vergangene Saison hatte sich Porto (69 Punkte) im
Fotofinish vor Sporting (68) und Benfica (67) durchgesetzt. Der
viertplatzierte Club Sporting Braga hatte nicht weniger als 17 Zähler
Rückstand auf den Dritten Benfica aufgewiesen.
Beinahe unverändert. Für Sporting, das im Supercup-Finale Porto 1:0 besiegt hat,
spricht laut Linz, dass die Truppe beinahe unverändert geblieben ist.
Porto hat hingegen mit Pepe (Real Madrid) und Anderson (Manchester
United) zwei absolute Schlüsselspieler im Sommer um insgesamt mehr
als 60 Mio. Euro ziehen lassen.
Zweiter Legionär. Mit Markus Berger hat Österreich seit Sommer einen zweiten
Legionär in Portugal, der von Ried ins Land des Vize-Europameisters
gewechselte Verteidiger von Academica de Coimbra bekommt es bereits
am Freitag auswärts mit Sporting zu tun.





















