170 Millionen für Transfers
Neuer deutscher Transfer-Rekord - die alte Bestmarke von 147 Millionen Euro wurde klar übertroffen. Mit Stars wie Ribery und Toni war FC Bayern der Großinvestor. Auf Österreichs Legionäre wartet beim Bundesliga-Auftakt nur die Ersatzbank.

Foto © GEPAFranck Ribery ist einer der wertvollen Neuzugänge
Schon vor dem Start in ihre 45. Saison sorgte die deutsche Bundesliga für Schlagzeilen. Vor allem mit einer mutigen Einkaufspolitik und kostspieligen Neuzugängen schürten die 18 Klubs die Vorfreude ihrer Fans. Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef von Großinvestor FC Bayern, gab den Trend vor: "Die Bundesliga muss radikal umdenken. Wenn wir international wettbewerbsfähiger werden wollen, brauchen wir mehr Spieler der Kategorie Ribery und Toni."
Großeinkäufer. Und das waren nicht nur leere Worte, denn kein Verein griff tiefer in die Kasse, als die Bayern, die ihren Kader mit Spielern um mehr als 70 Millionen Euro verstärkten. Erst mit gehörigem Abstand, aber ebenfalls im zweistelligen Millionen-Bereich, liegen Werder Bremen (18,5), Wolfsburg (15,45), Leverkusen (13,7) und Meister Stuttgart (10,7).
Rekord gebrochen. Vor dem Eröffnungsspiel am Freitag zwischen Titelverteidiger Stuttgart (VfB-Stürmer Mario Gomez wurde übrigens zu Deutschlands Spieler der Saison 06/07 gewählt) und "Vize" Schalke investierten die 18 Bundesligisten über 170 "Mille" in neues Kick-Personal und lagen damit weit über der bisherigen Rekordmarke von 147 Millionen aus der Saison 2001/02. Anders als vor sechs Jahren, als mit der Hoffnung auf den Geldsegen des später kollabierten Kirch-Imperiums die Konten vielerorts leichtfertig geplündert wurden, mutet
das Risiko diesmal geringer an - schließlich scheint der Fußball-Boom in Deutschland weiter ungebrochen.
Dauerkarten-Boom. So sind in der zweiten Saison nach der Heim-WM 2006 Dauerkarten gefragter denn je. Dank neuer Stars wie Franck Ribery, Luca Toni (beide Bayern) oder Carlos Alberto (Werder) wurden vor dem Ankick rund 380.000 Abos verkauft. "Dauerbrenner" ist Dortmund mit einem Absatz von 50.549 Dauerkarten und einem damit verbundenen Gewinn von 14 Millionen Euro.
Bestmarke bei Sponsoring. Darüber hinaus meldet die Liga eine Bestmarke beim Trikot-Sponsoring: Bei entsprechenden Erfolgen können sich die Klubs auf Einnahmen von bis zu 122,7 Millionen freuen. Allein das Telekommunikationsunternehmen T-Com überweist jährlich bis zu 20 "Mille" an die Bayern, der Gaskonzern Gazprom sponsert Schalke mit 125 Millionen Euro für fünfeinhalb Jahre. Als letzte Mannschaft hat gestern übrigens auch Leverkusen einen Trikotsponsor gefunden - das Telekommunikations- und Energieunternehmen "TelDaFax".
Bayern-Alleingang? Bleibt abzuwarten, wie sich die Investitionen auf den Unterhaltungswert der Liga auswirken. Taugt der Ligapokal als Gradmesser, steht ein Alleingang der Bayern bevor, nachdem diese scheinbar mühelos alle Gegner abfertigten, die ihnen letzte Saison den Weg in die Champions League versperrt hatten. Bundestrainer Joachim Löw glaubt jedoch, dass auch Stuttgart, Schalke, Bremen, Leverkusen und der HSV durchaus konkurrenzfähig sind.
Features
1. Runde in Deutschland
Freitag:
Stuttgart - Schalke (20.30 Uhr)
Samstag:
FC Bayern - Rostock
Leverkusen - Cottbus
Bochum - Werder
Hannover - HSV
Frankfurt - Hertha
Wolfsburg - Bielefeld
(alle 15.30).
Sonntag:
Nürnberg - Karlsruhe
Dortmund - Duisburg
(je 17)
Foto

Werder verstärkte sich mit Carlos Alberto Foto © GEPA
Österreicher
Auf Österreichs Legionäre wartet bestenfalls
der Platz auf der Ersatzbank. Während Michael Langer
(VfB Stuttgart) und Martin Harnik (Werder) mit
Einsatzminuten spekulieren dürfen, stehen Marc Sand (VfL Bochum) und Markus Weissen-


















