Jetzt geht es für die Bullen um die Wurst
In Salzburg ist die Spannung vor den Spielen gegen Donezk bereits greifbar. Bullen-Boss Mateschitz mit der Einkaufspolitik unzufrieden.

Foto © ReutersChristoph Leitgeb traf zum 4:0
Jetzt ist Schluss mit lustig. Nach der Pflichtübung gegen den lettischen Meister Ventspils trennen die Salzburger nur mehr zwei Schritte von ihrem großen Ziel, der Teilnahme an der Champions League. Und schon am Tag nach dem Einzug in die letzte Quali-Runde war das Knistern vor dem nächsten Auftritt in der Festspielstadt spürbar. "Jetzt geht's los", gebrauchte Sportdirektor Oliver Kreuzer einen Schlachtruf der Fans um die Lage vor den beiden Spielen gegen Schachtjor Donezk zu umschreiben. "Jetzt wird's ernst."
Fakten
Salzburg trifft am 14./15. (heim) und 28./29. August (auswärts) auf Schachtjor Donezk (UKR).
Ärger im Paradies?
Ernst wohl auch deswegen,, weil sich Klub-Boss Dietrich Mateschitz bereits über die Einkaufspolitik mokiert hat. Noch immer wartet der Mäzen auf den Kauf eines Stürmers von internationalem Format, der neben Alexander Zickler für Gefahr in den gegnerischen Strafräumen sorgen soll. Dafür nimmt er Kreuzer in die Pflicht. "Es gibt Kandidaten, es gibt eine Liste", bemüht sich der Deutsche zu beruhigen. "Aber wir werden das Resultat vom ersten Donezk-Spiel abwarten und dann schauen, ob wir zuschlagen oder nicht." Auch bei den Außenverteidigern gäbe es für Mateschitz Handlungsbedarf.
Zeit drängt.
Allzu viel Zeit haben die Salzburg aber nicht mehr, am 31. August ist die Transferzeit zu Ende. Für Zündstoff ist also gesorgt, umso wichtiger wäre auch deswegen der Einzug in die Millionenliga.
Damit das gelingt, dürfe man sich gegen die Ukrainer nicht allzu viele oberflächliche Fehler erlauben, doziert Giovanni Trapattoni, der mit der Vorstellung seiner Truppe rundum zufrieden war. "Wir haben trotz des klaren Sieges im ersten Match konzentriert gespielt. Und es ist uns gelungen, ein wenig Kraft zu sparen. Das ist bei unserem derzeitigen Drei-Tages-Rhythmus sehr wichtig."
Eine Warnung.
Rene Aufhauser, mit vier Toren zum "Mister Ventspils" avanciert, war vor allem mit der Leistung in den zweiten 45 Minuten zufrieden. "Da ist es besser gelaufen, da haben wir die Zuschauer mit ein paar Toren verwöhnt." Wie Trapattoni weiß aber auch er, dass der Hebel bei den oberflächlichen Fehlern anzusetzen ist. Was sich indes nicht ändern wird, ist angesichts des dichtgedrängten Programms das Rotationsprinzip. Unruhe erwartet man in der Mozartstadt deswegen aber keine. "Die Spieler wissen Bescheid, worum es geht", meinte Kreuzer und Flügelflitzer Johan Vonlanthen ergänzte: "Das ist logisch bei dem Rhythmus. "
Zahlreiche Fans.
An Unterstützung wird es Aufhauser & Co. am 15. August in Wals-Siezenheim nicht mangeln. Schon gestern bildete sich vor den Kassen ein Stau, wie auf der Tauernautobahn zur Hauptreisezeit. Das Online-Ticketservice auf der Homepage brach aufgrund der Nachfrage mehrmals zusammen. Der Gang gegen Donezk wird also vor 30.900 Fans über die Bühne gehen.
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Ergebnis
Red
Bull Salzburg - FK Ventspils
Endstand 4:0 (1:0)
Wals-Siezenheim
Torfolge:
1:0 ( 9.) Aufhauser
2:0 (48.)
Dudic
3:0 (77.) Ilic
4:0 (92.) Leitgeb
Salzburg: Ochs - Steinhöfer (78. Alex), Sekagya, Miyamoto, Dudic -
Vonlanthen (56. Janocko), Carboni, Leitgeb, Jezek (71. Ilic) -
Aufhauser - Lokvenc
Ventspils: Vanins - Kachanow, Ndeki, Cilinshek - Tschigirlas,
Kolesnitschenko (58. Kosmachow), Dubensky, Menteschiaschwili, Zizilew
- Rimkus (75. Butriks), Slesartschuk (46. Grebis)




















