Mattersburg in UEFA-Cup-Quali gegen Basel klarer Außenseiter
Lederer: "Haben nichts zu verlieren". Pucher ist froh, dass seinem Klub eine weitere "kleine Weltreise" erspart geblieben ist.

Foto © GEPAMattersburg-Trainer Franz Lederer
SV Mattersburg bekommt es in der zweiten
und letzten Qualifikationsrunde im UEFA-Cup mit dem Schweizer
Vizemeister und Cupsieger FC Basel zu tun. "Sportlich ist Basel ein
sehr, sehr schwerer Gegner und ein Klub mit einem super Umfeld. Wir
sind in allen Belangen Außenseiter, haben also nichts zu verlieren
und freuen uns schon auf diese Aufgabe", lautete die erste Reaktion
von Mattersburg-Trainer Franz Lederer.
"Kleine Weltreise".
Den Burgenländern war laut Präsident Martin Pucher klar, dass
ihnen in jedem Fall ein schwerer Gegner droht. "Man muss mit jedem
Los leben, denn der HSV oder Zenit St. Petersburg wären aus
sportlicher Sicht sogar noch schwieriger als Basel gewesen. Wir
müssen schauen, dass wir das Beste daraus machen", betonte Pucher,
der aber vor allem froh war, dass seinem Klub eine weitere "kleine
Weltreise" a la Erstrunden-Gegner Aktobe (Kasachstan) erspart
geblieben ist. "Damit sind die Strapazen für uns viel geringer."
Klasseunterschied.
Alleine schon das Stadion in dem das Hinspiel am 16. August
steigt, zeigt den Klasseunterschied zwischen den beiden Clubs auf.
Der elffache Schweizer Meister, achtfache Cupsieger und aktuelle
Tabellenführer Basel empfängt den momentanen
T-Mobile-Bundesliga-Spitzenreiter Mattersburg im EM-Eröffnungsstadion
St.-Jakob-Park, wo 31.539 Zuschauer Platz finden. Das Rückspiel
steigt dagegen am 30. August nach derzeitigem Stand laut Pucher zu
"80, 90 Prozent" im Mattersburger Pappelstadion, das von der UEFA nur
für 5.700 Zuschauer zugelassen ist. Und sollte das Match wegen der
berühmt-berüchtigten Basel-Fans als Hochsicherheitspartie eingestuft
werden, dann würde die Kapazität von der UEFA nochmals reduziert
werden.
Budget.
Die wichtigsten Spieler des 1893 gegründeten Traditionsclubs, dem
die Mäzenin und Roche-Erbin Gisela Oeri als Präsidentin vorsteht,
sind die Schweizer Team-Spieler Marco Streller und Benjamin Huggel
sowie der Australier Scott Chipperfield. Der charismatische Trainer
Christian Gross, der am 14. August 53 Jahre alt wird und seit Sommer
1999 die Rot-Blauen betreut, ist der landesweit erfolgreichste Coach.
Er machte Basel bisher drei Mal zum Meister (zuletzt 2005) und drei
Mal zum Cupsieger, nachdem er zuvor bereits zwei Schweizer
Meisterschaften mit den Grasshoppers Zürich geholt hatte.
Das Budget von Basel beträgt umgerechnet mehr als 18 Millionen
Euro, während Mattersburg mit rund einem Drittel dieser Summe
auskommen muss. Größter internationaler Erfolg der Schweizer war das
Erreichen der Champions-League-Zwischenrunde 2002/03.




















