Rapid will auch die Hürde Dinamo Tiflis nehmen
Große Zeit des ehemaligen Europacupsiegers sind vorbei. Trotzdem warnt Sportdirektor Hörtnagl: "Es gibt keine leichten Aufgaben mehr im Europacup!".

Foto © GEPARapid-Trainer Peter Pacult
Österreichs Fußball-Rekordmeister Rapid Wien hat
für die zweite und letzte UEFA-Cup-Qualifikationsrunde einen
prominenten Gegner bekommen. Der georgische Vizemeister Dinamo
Tiflis, 1981 Europacup-Sieger der Cupsieger, empfängt die
Hütteldorfer am 16. August (ab 16:00 MESZ) im Hinspiel, das
Retourmatch steigt am 30. August (20:30/ORF 1 will beide Spiele live
übertragen) im Hanappi-Stadion.
Hauptrunde.
Erklärtes Ziel von Rapid gegen den zwölffachen georgischen Meister
und achtfachen georgischen Cupsieger ist das Erreichen der ersten
Hauptrunde. "Ich glaube, dass wir auch gegen diesen Gegner eine
Chance haben, eine Runde weiterzukommen", lautete die Einschätzung
von Sportdirektor Alfred Hörtnagl, der aber gleichzeitig warnte, den
1925 gegründeten Traditonsverein, der jeweils zwei Mal sowjetischer
Meister (1964, 1978) und Cupsieger (1976, 1979) wurde, zu
unterschätzen.
Informationen einholen.
"Natürlich ist die große Ära von Dinamo Tiflis vorbei, doch
trotzdem ist es sehr, sehr wichtig, dass man diesen Gegner ernst
nimmt. Es gibt keine leichten Aufgaben mehr im Europacup, wie man
auch bei den Erstrundenspielen von Mattersburg und Ried gesehen hat.
Nur wenn wir ernst und konzentriert in diese Spiele gehen, dann
können wir den Aufstieg schaffen", betonte Hörtnagl.
Trainer Peter Pacult sah es ähnlich: "Dinamo Tiflis ist ein
renommierter Klub, den man in Europa kennt, auch schon von früher her
aus seiner Geschichte im Europacup. Auch wenn das Derby am Sonntag
jetzt einmal Vorrang hat, werden wir uns sofort erkundigen und
Informationen über unseren Gegner einholen."
Hexenkessel.
Vor allem im Auswärtsspiel wird die Grün-Weißen ein echter
Hexenkessel erwarten, finden doch im Boris-Paitschadse-Stadion bis zu
78.000 Zuschauer Platz. Den größten internationalen Erfolg nach dem
Zerfall der Sowjetunion feierte Dinamo Tiflis Ende Jänner 2004 mit
dem Gewinn des GUS-Turniers in Moskau, wo insgesamt 15 Spitzenvereine
des ehemaligen sowjetischen Staatenbundes ihren Meister ermittelten.
Bekanntester Dinamo-Tiflis-Akteur in der abgelaufenen Saison war
der georgische Team-Verteidiger Georgi Schaschiaschwili, der im
Sommer zu Sturm Graz wechselte. Im aktuellen Kader für die neue
Saison, die erst im September beginnt, scheint u.a. auch noch der
ehemalige Dortmund- und Tirol-Abwehrspieler Ned Zelic aus Australien
auf.


















