Gestürmt wird fast um jeden Preis
Leoben gegen den FC Lustenau könnte ein Offensivspektakel werden. Obwohl, die Vorzeichen sprechen nicht dafür.

Foto © GEPALeoben-Trainer Dejan Stankovic hat viel vor
Auf der einen Seite der DSV Leoben: Nicht gerade bekannt für defensiven Angsthasen-Fußball, würde Coach Dejan Stankovic wohl auch mit zehn Stürmern einlaufen. Das offensive System ließ in der Vorsaison Arno Kozelsky, Joachim Parapatits, Marko Stankovic, Rene Schicker und Co. mehrmals glänzen. Spektakuläre Spiele und Tore standen an der Tagesordnung.
Kader der Lustenauer.
Auf der anderen Seite der FC Lustenau: Im Kader der Vorarlberger stehen vier echte Brasilianer und ein "halber", der burgenländische Edeltechniker Enrico Kulovits. Wer die Lustenau-Selecao am Dienstag in Kapfenberg bei der Arbeit gesehen hat, weiß, dass Fußball prinzipiell ein Spiel ist und Spaß zu machen hat. Die Finessen von De Oliveira, der seine Gegenspieler mehrmals "übergaberlt" hat, und dem Rest der Orie-Truppe waren eine echte Augenweide.
Angeknackst.
Die Partie in Kapfenberg haben die Lustenauer dennoch verloren, dazu einen Brasilianer durch Ausschluss (Neno) und einen (Marcos Lopes) durch eine Verletzung. Es bleibt also abzuwarten, ob das Team wieder so locker auftrickst.
Auch die Leobener sind nach dem Auftakt leicht angeknackst. Trainer Stankovic hat sogar laut darüber nachgedacht, seine Truppe "in Zukunft nur noch Berglauf trainieren" zu lassen, wenn sie weiter so fahrlässig mit den Chancen umgeht, wie beim 0:2 bei der Lustenauer Austria. Spielerisch war Stankovic sehr zufrieden, nur Igor Sekic stellt er die Rute ins Fenster. "Er ist jetzt unser Kreativer, bringt aber zu wenig. Vielleicht gebe ich ihm noch eine Chance - eine allerletzte." Hoffentlich kein Spielverderber: Schiedsrichter Fritz Stuchlik.




















