30.900 Zuschauer bejubelten Salzburgs 1:0-Sieg gegen Arsenal
Ein Reservist hat die Eröffnung des ausgebauten EM-Stadions Wals-Siezenheim am Mittwoch zum Fußball-Fest gemacht.

Foto © ReutersDas neue Stadion in all seiner Pracht
Der
Slowake Vladimir Janocko bescherte Red Bull Salzburg einen
prestigeträchtigen 1:0-Sieg im Testspiel gegen den englischen
Spitzenclub Arsenal FC. 30.900 Zuschauer waren in die ausverkaufte
Bullenarena gepilgert - Rekordkulisse in der Mozartstadt, in der am
Wochenende auch die Salzburger Festspiele eröffnet werden.
Arbeit bis kurz vor Anpfiff.
Um das Stadion tauglich zu machen, war am Mittwoch noch bis wenige
Stunden vor Anpfiff fieberhaft gearbeitet worden. Die provisorischen
Aufgangstürme zum Oberrang wurden adaptiert, alle baulichen Gutachten
waren rechtzeitig eingebracht. Zu Mittag glich das EM-Stadion noch
einer Baustelle, am Abend stand einem großen Fußballfest nichts mehr
im Wege. Dass es letztendlich auch eines wurde, dafür sorgte Janocko
nach 75 Minuten.
Schaches Spiel, tolle Stimmung.
Der Slowake, der seinen Stammplatz im Starensemble von
Salzburg-Trainer Giovanni Trapattoni verloren hat, traf von der
Strafraumgrenze. Arsenal-Ersatztorhüter Fabianski hatte nicht
reagiert. Davor waren große Szenen auf einem relativ holprigen
Naturrasen, der extra für diese eine Partie verlegt worden war und
bereits am Donnerstag wieder einem Kunstrasen weichen musste,
Mangelware gewesen. Die Stimmung in der Arena dementsprechend noch
nicht dort, wo sie mit 30.900 Besuchern sein könnte.
Arsenal war zum Abschluss des mehr als einwöchigen Trainingslagers
in der Steiermark ohne die Stammspieler Fabregas, Gilberto, Adebayor,
Senderos und Clichy angetreten. Doch auch ohne dieses Quintett hatten
die Engländer vor der Pause etwas mehr vom Spiel, fanden durch
Neuzugang Eduardo auch eine Großchance vor (5.). Unmittelbar davor
hatte auf der Gegenseite Ilic nach Vorarbeit von Zickler vergeben.
Komplett-Austausch.
In der zweiten Hälfte wechselte Trapattoni die gesamte
Offensivabteilung aus, Salzburg spielte gefälliger. Gefahr ging vor
allem von ÖFB-Teamspieler Christoph Leitgeb aus, doch am Ende war es
Janocko, der die 30.900 Fans zum Jubeln brachte. Arsenal hatte vor
allem durch den quirligen Stürmer Eduardo und den dribbelstarken Hleb
immer wieder für Unruhe gesorgt, doch die Salzburger Defensive mit
den starken Innenverteidigern Sekagya und Vargas hielt stand.
Standing Ovations.
Die Salzburger wurden mit Standing Ovations in die Kabine
verabschiedet. Bereits nach 28 Minuten war erstmals die Welle durch
das EM-Stadion gerollt. Red Bull hatte keine Kosten und Mühen
geschaut, den Fans ihren Abend so angenehm wie möglich zu gestalten.
In der hauseigenen mobilen Druckerei wurden vor dem Stadion aktuelle
Ausgaben der satirischen Zeitung "Red Bulletin" produziert. Mit einer
Erfolgsmeldung auf dem Cover - Janocko sei Dank.
Features
Fotoserie
Fakten
Red Bull Salzburg - Arsenal FC 1:0 (0:0)
EM-Stadion Wals-Siezenheim, 30.900 (ausverkauft), SR Brugger
Tor: Janocko (76.),
Salzburg: Ochs (46. Özcan) - Dudic, Vargas (73. Miyamoto), Sekagya,
Alex - Pitak (58. Steinhöfer), Aufhauser (46. Leitgeb), N. Kovac (46.
Carboni), Vonlanthen (58. Jezek) - Ilic (58. Janocko) - Zickler (58.
Lokvenc)
Arsenal: Lehmann (46. Fabianski) - Eboue, Toure, Gallas, Traore (46.
Hoyte) - Hleb, Denilson (46. Flamini), Diaby (68. Randall), Rosicky
(32. Sagna) - Van Persie (46. Bendtner), Eduardo
Gelbe Karten: keine bzw. Diaby, Gallas
Die Besten: Sekagya, Vargas, Leitgeb bzw. Diaby, Van Persie, Hleb
Foto

Jubel bei den SalzburgernFoto © GEPA
Fakten
Auch nach der EURO 2008 soll das Stadion nicht mehr auf seine ursprüngliche Kapazität (18.200) zurückgebaut werden.
Foto

Wenger mit Superstar RosickyFoto © GEPA




















